Überregionales : Merkel: Erdogans Vorwürfe sind „abwegig“

Saarbrücken/Berlin - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die jüngsten Vorwürfe des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan als „abwegig“ bezeichnet und ihn zur Mäßigung aufgerufen. „Ich habe nicht die Absicht, mich an diesem Wettlauf der Provokationen zu beteiligen“, sagte sie der „Saarbrücker Zeitung“ zu Erdogans Bezichtigung, sie unterstütze Terroristen der verbotenen Kurden-Partei PKK. Merkel zeigte sich erneut skeptisch mit Blick auf Wahlkampfauftritte türkischer Politiker, die in Deutschland für das neue Präsidialsystem werben wollen. Es soll Erdogan mehr Macht verleihen und würde das Parlament schwächen. Die Türken stimmen am 16. April in einem Referendum darüber ab. Auch türkische Bürger im Ausland sind zur Teilnahme aufgerufen. dpa