Überregionales : Mehr Polizei in Potsdam

Seehofer will Bundespolizeipräsidium ausbauen

Potsdam - Das Präsidium der Bundespolizei in Potsdam soll in den kommenden Jahren deutlich ausgebaut werden. Dies sei eine „generationenübergreifende Entscheidung“ für den Standort in der brandenburgischen Landeshauptstadt, sagte Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) am Dienstag bei seinem Antrittsbesuch in Potsdam. Das derzeit auf vier Standorte verteilte Führungszentrum soll an einem Platz konzentriert und die Zahl der Mitarbeiter von derzeit 1250 auf rund 1800 aufgestockt werden.

Gleichzeitig kündigte Seehofer die Einstellung von 5000 zusätzlichen Kräften an. „Die Bundesregierung will 7500 weitere Sicherheitskräfte einstellen, davon allein 5000 bei der Bundespolizei.“ Denn die Bundespolizei sei der Grundpfeiler der Sicherheitsarchitektur in Deutschland. Angesichts der terroristischen Bedrohung müsse ein starker Staat die Bürger schützen, betonte der Minister. „Beim Terror gibt es nach wie vor eine erhebliche Bedrohungslage. Das heißt, es ist immer mit einem Anschlag zu rechnen, jederzeit.“ Die Bundespolizei hat derzeit rund 42 500 Mitarbeiter, darunter sind etwa 35 270 Polizisten. In Brandenburg ist auch eine Einheit der BFE+ stationiert, die die Grenzschutzgruppe GSG 9 bei Terrorlagen unterstützt.

Die Tatsache, dass die Bundespolizei sich Potsdam als Sitz ausgesucht hat, wertete Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) auch als „ein wichtiges Signal für die noch immer strukturell benachteiligten ostdeutschen Länder“. Damit seien die Weichen für einen perspektivischen Aufwuchs von zurzeit 1250 auf mittelfristig 1600, sowie langfristig 1800 Bedienstete der Bundespolizei in Potsdam gestellt. Das sorge gleichzeitig für mehr Polizeipräsenz in der Fläche des Landes. Jeder Polizeiwagen und jeder Polizist – egal, ob von Land oder Bund – trage zu einem höheren Sicherheitsgefühl in der Bevölkerung bei, so Woidke. dpa/mak

Mehr lesen? Jetzt E-Paper gratis testen!