Überregionales : Mehr Gewalt an märkischen Schulen

Potsdam/Berlin – Die Straftaten an Brandenburger Schulen haben im vergangenen Jahr wieder zugenommen. Die Zahl stieg gegenüber 2016 um vier Prozent auf 3646 Delikte, wie das Landeskriminalamt auf dpa-Anfrage mitteilte. Deutlich war vor allem die Zunahme an Gewaltdelikten, auch gegen Lehrer. Pädagogen wurden 70 Mal von Schülern attackiert – ein Plus von fast 50 Prozent. Brandenburgs Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) zeigte sich besorgt. „Schulen sollen ein Ort des Lernens und des friedlichen Miteinanders sein“, sagte sie am Sonntag den PNN. Die Maßnahmen zur Gewaltvermeidung und -bekämpfung würden nun überprüft.

Bundesweit hat die Gewalt an Schulen zugenommen, während die Gesamtkriminalität sinkt. Die Zahl der in Deutschland registrierten Straftaten ist 2017 deutlich zurückgegangen. Der Rückgang um 9,6 Prozent sei der stärkste seit 1993, berichtete die „Welt am Sonntag“ unter Berufung auf die Polizeiliche Kriminalstatistik, die am 8. Mai offiziell vorgestellt werden soll. Mit 5,76 Millionen Straftaten sei so der tiefste Stand seit der Wiedervereinigung erreicht. Als Grund nennt die Zeitung unter anderem, dass angesichts der geringeren Zuwanderung weniger ausländerspezifische Vergehen wie illegale Einreise und unerlaubter Grenzübertritt registriert wurden. Dies mache fast die Hälfte des Rückgangs aus. Zudem habe die Polizei Erfolge bei Massendelikten wie Diebstahl verzeichnet. mak/dpa

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