Überregionales : Kekulé wegen Ermittlungen zurückgetreten

Brandenburg/Neuruppin - Die Filz-Affäre in Brandenburg/Havel fordert ihr erstes politisches Opfer: Der Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung, Friedrich von Kekulé, erklärte gestern seinen Rücktritt. Er zog damit die Konsequenz, nachdem bekannt wurde, dass die Korruptions-Staatsanwaltschaft Neuruppin Ermittlungen gegen Kekulé eingeleitet hat. Hintergrund sind Vorwürfe, er habe als Aufsichtsratsvorsitzender des Stadttheaters der lokalen Wachschutzfirma Safe zu einem Theater-Auftrag verholfen und dafür 3000 Euro erhalten. Kekulé sei sicher, dass sich die Vorwürfe als haltlos erweisen werden. Doch bringt der Rücktritt jetzt die SPD unter Druck: Denn Safe-Geschäftsführer Jörn Schlanert war Manager des Wahlkampfes von SPD-Bürgermeister Norbert Langerwisch, dem wegen Kontakten zum inzwischen inhaftierten Drogendealer Dirk R. die Abwahl droht. thm