Überregionales : Kaufhof will Einschnitte bei Löhnen

Düsseldorf - Der Warenhauskonzern Kaufhof steckt in der Krise. Die Geschäfte laufen nicht so, wie von den neuen kanadischen Eigentümern erhofft. Deshalb will Kaufhof nun Einschnitte bei Löhnen und Gehältern der rund 21 000 Mitarbeiter durchsetzen. Das Unternehmen habe mit der Gewerkschaft Verdi bereits Gespräche aufgenommen, um einen Tarifvertrag zur Beschäftigungssicherung abzuschließen, teilte Kaufhof-Chef Wolfgang Link am Dienstag mit. Ziel sei es, dem Konzern eine „wirtschaftliche Atempause“ zu verschaffen. Link begründete die Notwendigkeit der Einschnitte für die Mitarbeiter mit dem dramatischen Strukturwandel im Einzelhandel. Marktanteile wanderten ins Internet ab, Innenstädte würden weniger stark frequentiert, und die Gewinnspannen gingen zurück. Daran müsse sich Kaufhof wie der gesamte Markt anpassen. Der Schritt sei deswegen unvermeidlich, um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten und damit Arbeitsplätze langfristig zu sichern. Details zu den angestrebten Einschnitten nannte das Unternehmen nicht. Die Gewerkschaft Verdi kündigte an, sie werde den Antrag von Kaufhof intensiv prüfen. Dazu gehöre, dass ein Wirtschaftsgutachter im Auftrag von Verdi die Geschäftszahlen prüfe, „damit klar wird, wie es um das Unternehmen tatsächlich bestellt ist“. dpa

Mehr lesen? Hier die PNN gratis testen.