Überregionales : Karlsruhe fordert drittes Geschlecht

Berlin - Das Bundesverfassungsgericht hat die Einführung eines weiteren Geschlechts neben „weiblich“ und „männlich“ im Personenstandsrecht verlangt. In einem am Mittwoch veröffentlichten Beschluss erklärten die Richter die geltenden Regelungen, wonach andere Eintragungen als diese bisher ausgeschlossen sind, für verfassungswidrig. Auf Personen, deren Geschlechtsentwicklung „Varianten“ aufwiesen und die sich keinem Geschlecht zugehörig fühlten, sei das Gesetz ab sofort nicht mehr anwendbar. Das allgemeine Persönlichkeitsrecht schütze auch die Identität jener, die sich weder als Mann noch als Frau zuordnen ließen, hieß es. Die Beschränkung verstoße zudem gegen das Diskriminierungsverbot. Der Gesetzgeber muss bis Ende 2018 Neuregelungen treffen. neu

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