Überregionales : Käufer für Niki und Alitalia in Sicht

Kevin P. Hoffmann

Berlin - Kurz vor dem Jahreswechsel zeichnet sich eine Lösung für die insolvente Fluggesellschaft Niki ab. Die österreichische Ferienflugtochter der insolventen Air Berlin mit rund 1000 Mitarbeitern soll an die International Airlines Group (IAG) verkauft werden, hieß es am Donnerstag in Branchenkreisen. IAG ist die Dachgesellschaft von British Airways, Iberia und Vueling Airlines aus Spanien sowie der ehemaligen irischen Staatsfluglinie Aer Lingus.

Niki-Insolvenzverwalter Lucas Flöther sagte nur, es werde exklusiv mit einem Bieter weiterverhandelt. Das habe der Gläubigerausschuss entschieden. In den nächsten Tagen solle der Kaufvertrag stehen. Laut Medienberichten könnte IAG 40 Millionen Euro für Niki zahlen. Das könnte die Chancen erhöhen, dass die Staatsbank KfW deutlich mehr als die Hälfte des 150-Millionen-Euro-Kredits erstattet bekommt, den sie im Sommer gewährt hatte, um trotz Insolvenz der Air Berlin den Flugbetrieb aufrechtzuerhalten.

Ursprünglich hatte der Insolvenzverwalter die ursprünglich von dem Rennfahrer Niki Lauda gegründete Fluggesellschaft an die Lufthansa verkaufen wollen. Der deutsche Marktführer nahm vor zwei Wochen jedoch Abstand von dem Plan, nachdem sich abzeichnete, dass die EU-Kommission das Geschäft nicht billigen wird. Kevin P. Hoffmann

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