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Sonntag steigt die Gewittergefahr : Bis zu 36 Grad am Wochenende - alle Berliner Bäder ausgebucht

Ein heißes Wochenende steht Berlin und Brandenburg bevor - am Samstag soll der Temperatur-Spitzenwert erreicht werden. Abkühlung im Freibad finden nicht alle.

Schwimmen mit Abstand. Nur 18 Personen dürfen gleichzeitig auf eine Doppelbahn.
Schwimmen mit Abstand. Nur 18 Personen dürfen gleichzeitig auf eine Doppelbahn.Foto: dpa

Auf heißes Badewetter folgt Gewittergefahr: Erst steht Berlin und Brandenburg ein sommerlich heißes Wochenende mit bis zu 36 Grad bevor, dann steigt am Sonntag das Gewitterrisiko. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) rechnet zunächst am Donnerstag mit dünnen Schleierwolken, viel Sonne und einem Temperaturanstieg auf 28 bis 32 Grad.

Für den Freitag werden dann Temperaturen von bis zu 34 Grad erwartet. Zudem soll es neben ein paar Quellwolken viel Sonnenschein geben. Mit Regen rechnen die Meteorologen nicht.

Der Temperatur-Spitzenwert der Woche soll laut Prognosen des DWD am Samstag erreicht werden: dann kann es sonnige und trockene 36 Grad werden.

Am Sonntag rechnen die Wetterexperten mit Temperaturen zwischen 32 und 35 Grad. Es soll zudem heiter werden. Ab den Nachmittagsstunden steigt dann aber das Gewitterrisiko.

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Wer sich an den heißen Tagen in einem der Freibäder Berlins abkühlen will, musste bereits in den vergangen Tagen aktiv werden. In allen Bädern der Stadt sind die Zeitfenster für einen Besuch bereits ausgebucht, wie auf der Website der Berliner Bäderbetriebe zu sehen ist. Auch beim Einlass in die Becken kann es in ausgebuchten Bädern erfahrungsgemäß zu Wartezeiten kommen.


Die Seen in Berlin und Brandenburg versprechen am Wochenende Abkühlung.
Die Seen in Berlin und Brandenburg versprechen am Wochenende Abkühlung.Foto: Thomas Warnack/dpa

Die Kapazität der Freibäder ist durch Corona-Regeln stark reduziert. 18 Personen dürfen zum Beispiel maximal auf eine 50 Meter Doppelbahn. 21 Freibäder haben die Berliner Bäder in diesem Sommer geöffnet. Doch kamen in den Sommerferien 2019 bis zu 76.000 Besucher pro Tag, sind es nun noch maximal 15.424 – die Obergrenze.

Besucher müssen ihre Tickets vorab im Internet kaufen und dabei ihre persönlichen Daten angeben. Die meisten Freibäder bieten Karten für drei Zeitfenster pro Tag an: frühmorgens, am Vormittag und am Nachmittag. Zwischendurch wird saubergemacht und desinfiziert.

Aufgrund der schnell ausgebuchten Freibadplätze, wurde es zuletzt auch immer wieder eng an den Badestellen im Umland. Die Badestelle in Tegel etwa ist an den Wochenenden komplett überfüllt, am Strandbad Müggelsee musste die Polizei vor ein paar Wochen den Einlass wegen Überfüllung stoppen. Auch am Strandbad Plötzensee stehen Badegäste oft hunderte Meter Schlange.

„Wir dürfen keine rechtsfreien Räume entstehen lassen“, kommentierte CDU-Politiker Tim-Christopher Zeelen vor ein paar Wochen die vollen Badestellen. Viele Menschen würden in diesem Jahr nicht in den Urlaub fahren, hätten aber den Drang in die Natur. Doch auch hier sollten Ordnungsämter und Polizei präsent sein und auf die Abstände hinweisen. Zeeelen macht sich für eine temporäre Nutzung des Strandbad Tegels stark, das seit 2016 aus gewässerschutzrechtlichen Gründen keine Betriebsgenehmigung hat.

Doch auch diese Maßnahme würde für das kommende Wochenende wohl wenig Entlastung bringen. 

Auch die Deutsche Lebens Rettungsgesellschaft (DLRG) hat an dem heißen Wochenende mehr zu tun. In Berliner Gewässern sind von Januar bis Juli dieses Jahres mindestens drei Menschen ertrunken. Das sei ein Toter mehr als im gleichen Zeitraum im vergangenen Jahr.

Die DLRG wies darauf hin, dass die Zahl der Ertrunkenen sehr vom Wetter abhänge. "Der Frühling und die ersten Sommermonate in diesem Jahr waren bislang doch eher verhalten und das spiegelt sich in den erfassten Zahlen wider" erklärte Sprecher Achim Wiese. (Tsp/dpa)