IHK-Skandal : 600 000 Euro Schaden durch Stimming

Ein Verhalten wie im Selbstbedienungsladen: Der ehemalige IHK-Chef Victor Stimming hat unter anderem im Villa Carlshagen-Geschäft einiges für sich herausgeholt.

Auf Eis. Eigentlich sollte die seit 1990 leerstehende Villa Carlshagen von der Industrie- und Handelskammer (IHK) Potsdam zu einem Schulungs- und Tagungshaus umgebaut werden. Doch nach dem Skandal bei der Kammer wird nun überlegt, das Gebäude wieder zu verkaufen.
Auf Eis. Eigentlich sollte die seit 1990 leerstehende Villa Carlshagen von der Industrie- und Handelskammer (IHK) Potsdam zu einem...Foto: Manfred Thomas

Potsdam - In der Verschwendungsaffäre bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) Potsdam wird nun das ganze Ausmaß des Schadens deutlich. Ex-Präsident Victor Stimming, gegen den die Staatsanwaltschaft wegen Untreueverdachts ermittelt, verhielt sich in der Kammer offenbar wie in einem Selbstbedienungsladen. Das berichtet der RBB unter Berufung auf einen Bericht der von der IHK beauftragten Wirtschaftsprüfer. Demnach ist der Kammer, die sich aus Mitgliedsbeiträgen finanziert, ein Schaden von insgesamt rund 600 000 Euro entstanden.

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Allein für die Stimming von der IHK gestellte Sekretärin, die in dessen Firma in Brandenburg/Havel tätig war, liefen Kosten von insgesamt 180 000 Euro auf. Für die Villa Carlshagen in Potsdam hat Stimmings Büro laut RBB-Bericht ein Beraterhonorar von 70 000 Euro kassiert – ohne das eine Leistung nachgewiesen wurde. Die IHK hatte die Villa auf Stimmings Betreiben für ein Tagungszentrum gekauft. (axf)