Überregionales : Helmut Kohl – höchste Ehren zum Abschied

Berlin - In Berlin und Brüssel sind die Planungen für die Trauerfeierlichkeiten für den verstorbenen Altkanzler Helmut Kohl in vollem Gang. Der von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker angeregte Staatsakt für den gestorbenen Bundeskanzler soll binnen zwei Wochen im Europaparlament in Straßburg stattfinden. Der Termin und die Details seien noch offen, sagte eine Kommissionssprecherin am Sonntag in Brüssel. Einen solchen Staatsakt hat es noch nie gegeben, die Ehrung ist beispiellos. Juncker wolle sich selbst um die Organisation kümmern und habe Kontakt mit der Familie Kohl, hieß es am Wochenende aus seinem Umfeld. Die Witwe Maike Kohl-Richter soll den Vorschlag wohlwollend betrachten.

Auch in Deutschland wird es eine größere Trauerzeremonie geben. Die „Bild am Sonntag“ berichtet, direkt nach den Feierlichkeiten in Straßburg sei in Kohls Heimat Rheinland-Pfalz eine Totenmesse geplant – im Speyerer Dom, einem symbolträchtigen Ort in Kohls Leben. Demnach soll der Sarg mit Kohls Leichnam mit dem Schiff ein Stück weit auf dem Rhein zum Speyerer Dom gebracht werden. Die Bundesregierung und das Bundespräsidialamt hielten sich zunächst bedeckt. Erst wenn die Abstimmung mit Kohls Witwe abgeschlossen ist, will die Bundesregierung offiziell die Pläne für Trauerfeier und Staatsakt bekannt geben. PNN

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