Überregionales : Hat Eon die Strombörse manipuliert?

Berlin - Namhafte Wirtschafts- und Strafrechtsexperten werfen dem Stromkonzern Eon vor, er habe durch Zurückhaltung von Kraftwerkskapazitäten die Preise an der Strombörse Leipzig zulasten der Stromkunden manipuliert. Es gebe einen „Anfangsverdacht“ auf Börsenbetrug und Kursmanipulation, sagte der Strafrechtsprofessor Matthias Jahn. Darum seien „strafrechtliche Ermittlungen zwingend geboten“. Der Energierechtsanwalt Peter Becker erklärte, Eon habe allein im Jahr 2007 „3,6 Milliarden Euro rechtswidrig verdient“. Die Juristen stützen ihre Vorwürfe auf Ermittlungen der EU-Kommission, die 2006 zahlreiche Akten bei Eon beschlagnahmt hatte. hsc