• Haft für Hakeburg- Betrüger Ex-Bundespolitiker Rösch muss ins Gefägnis

Überregionales : Haft für Hakeburg- Betrüger Ex-Bundespolitiker Rösch muss ins Gefägnis

Potsdam/Kleinmachnow - Zu einer Haftstrafe von zwei Jahren und neun Monaten ist der ehemalige FDP-Bundestagsabgeordnete Klaus W. Rösch gestern im Hakeburg-Prozess verurteilt wurden. Gegen den Mitangeklagten Dirk A. Dietzel wurde eine Bewährungsstrafe von 15 Monaten verhängt. „Äußerst skrupellos und mit hoher krimineller Energie“ habe Rösch von 1997 bis 1998 beim Betreiben der Kleinmachnower Hakeburg Gläubiger und Geschäftspartner betrogen, Geld unterschlagen und vorsätzlich den Konkurs verschleppt. Insgesamt entstand ein Schaden von etwa 800 000 Euro. Rösch habe die Hakeburg von der DeTe Immobilien gepachtet mit dem Wissen, die monatliche Pacht von 10 000 Euro nicht zahlen zu können. „Rücksichtslos“ habe er sich über die Interessen und das Vertrauen von Gläubigern hinweggesetzt, indem er Aufträge erteilte und Bestellungen aufgab, obwohl ihm die Zahlungsunfähigkeit der von ihm gegründeten Alte Hakeburg GmbH bekannt war. Rösch und Dietzel hatten bereits zu Prozessaufauftakt am Dienstag ein umfangreiches Geständnis abgelegt, was das Gericht als strafmildernd anerkannte und die Staatsanwaltschaft „respektabel“ nannte. Hingegen sahen die Richter keinen Hinweis auf eine bedingte Schuldfähigkeit Röschs, der selbst meinte, manisch-depressiv zu sein. Eine vom Gericht bestellte Gutachterin konnte keine relevanten Einschränkungen an Röschs Steuerungsfähigkeit feststellen. Mit dem Urteil blieb das Gericht in dem von der Staatsanwaltschaft gefordertem Strafmaß, das zuvor als Gegenleistung für die Geständnisse ausgehandelt wurde. Röschs Verteidiger hatte für eine Strafe auf Bewährung plädiert. pek

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