Überregionales : G 20: Hamburg schickt Berliner Polizisten heim

Berlin - Wegen skandalösen Benehmens sind mehr als 220 Berliner Polizisten, die zum bevorstehenden G-20-Gipfel in Hamburg waren, zurückgeschickt worden. In der Unterkunft auf einem Kasernengelände in Bad Segeberg, nordöstlich von Hamburg, habe eine kleine Gruppe ein „unangemessenes und inakzeptables Verhalten“ gezeigt, teilte ein Sprecher der Hamburger Polizei mit. Die Berliner Polizisten, die noch nicht zum Einsatz in Hamburg gekommen waren, seien mit „sofortiger Wirkung“ daraus entlassen worden. Ein Polizist und eine Polizistin sollen auf dem Gelände Geschlechtsverkehr gehabt haben, eine Polizistin soll im Bademantel tanzend mit einer Dienstwaffe hantiert, eine Reihe von Männern in der Öffentlichkeit uriniert haben.

Innensenator Andreas Geisel (SPD) teilte mit: „Polizeibeamte haben eine Vorbildfunktion – das gilt in Berlin genauso wie in anderen Städten. Falls sich die Vorwürfe des Fehlverhaltens bestätigen, muss das in der Polizei ordentlich geklärt werden. Die Arbeit der Berliner Polizei darf durch solche Vorfälle keinen Schaden nehmen.“ Ein Sprecher der Berliner Polizei sagte: „Es ist einfach nur peinlich, wie sich die Kollegen dort verhalten haben.“ Seit dem Wochenende sind mehrere hundert Berliner Polizisten in Hamburg. Ha/dpa

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