• Frage nach Kindstötungen in der DDR: Potsdamer Ärzte empört über Ludwig

Frage nach Kindstötungen in der DDR : Potsdamer Ärzte empört über Ludwig

Sie hatte in einer Anfrage die Landesregierung nach Kindstötungen auf SED-Geheiß in der DDR gefragt - nun reagieren zwei Potsdamer Chefärzte mit Empörung.

Fürsorge. Kind nach der Geburt.
Fürsorge. Kind nach der Geburt.Foto: Patrick Pleul/dpa

Potsdam - Die Chefärzte für Kinder- und Geburtsmedizin am Potsdamer Ernst von Bergmann Klinikum üben heftige Kritik an der brandenburgischen CDU-Politikerin Saskia Ludwig. Diese hatte sich kürzlich in einer sogenannten Kleinen Anfrage bei der Landesregierung nach Kenntnissen über die Tötung von lebensfähigen Frühchen in DDR-Kliniken erkundigt. Dies sei ohne Wissen der Mütter und auf Geheiß der DDR-Staatspartei SED erfolgt. Ludwig, so Professor Michael Radke und Bernd Köhler in einem gemeinsamen Gastbeitrag für die PNN, unterstelle, das ganze Geburtsteams in Kliniken Kinder auf Geheiß der SED umgebracht haben. „Auf dem Rücken betroffener und belasteter Mütter und ihrer Familien politische Auseinandersetzungen mit strafrechtlich relevanten – gleichfalls unbewiesenen – Behauptungen zu betreiben, ist verwerflich und moralisch nicht zu unterbieten“, schreiben Radke, Chefarzt der Kinderabteilung, und Köhler, Chefarzt der Geburtsabteilung des Klinikums. Ludwig hatte sich auf einen Medienbericht aus dem Jahr 1992 und auf Frauen bezogen, die sich im Zuge der Berichte über Medikamententests an DDR-Bürgern in den letzten Monaten bei ihr gemeldet hätten. PNN

DER BEITRAG DER BEIDEN CHEFÄRZTE UND DIE ANFRAGE VON SASKIA LUDWIG: Am Montag in den gedruckten PNN oder hier im E-Paper.