Überregionales : Fall Koppers: Unterlegene Bewerberin geht vor Gericht

Berlin – Die Berliner Vize-Polizeipräsidentin Margarete Koppers kann vorerst nicht neue Generalstaatsanwältin werden. Die unterlegene Bewerberin Susanne Hoffmann, derzeit Abteilungsleiterin im brandenburgischen Justizministerium, hat gegen die Auswahlentscheidung des Senats beim Verwaltungsgericht Berlin Klage eingereicht. Aus der Sicht Hoffmanns ist das Auswahlverfahren mit schweren Fehlern behaftet.

Ein Sprecher des Justizsenators Dirk Behrendt (Grüne) teilte lediglich mit, dass der Behörde bisher kein gerichtlicher Antrag vorliege. Aber jeder Bewerber habe das Recht, eine beamtenrechtliche Auswahlentscheidung gerichtlich überprüfen zu lassen. Die Senatskanzlei wollte die Klage Hoffmanns nicht kommentieren. Der rechtspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Sven Kohlmeier, äußerte die Erwartung, dass „bei einer solchen Stelle nicht der geringste Zweifel bestehen darf, dass gemauschelt wurde“. Ansonsten sollte Justizsenator Behrendt eine Neuausschreibung starten. „Wir haben das Interesse, dass das Amt nicht beschädigt wird“, so der SPD-Politiker.

FDP und AfD fordern schon jetzt eine Neuausschreibung der Stelle, und die CDU stellte fest: „Der Fall Koppers ist zum Fall Behrendt geworden.“ axf/za

Mehr lesen? Hier die PNN gratis testen.