Überregionales : Einsatzleiter beklagt Unwissen bei Löscharbeit in Fichtenwalde

Potsdam - Nachdem der Großbrand in Fichtenwalde endgültig gelöscht wurde, beginnt eine Diskussion über Ausrüstung und Wissen der Brandenburger Feuerwehrkräfte. „Nicht alle Feuerwehrkräfte hatten das nötige Wissen für einen Waldbrand“, sagte Jens Heinze, Kreisbrandmeister von Potsdam-Mittelmark und Einsatzleiter in Fichtenwalde, den PNN.

Das munitionsbelastete Waldstück am Autobahnkreuz sei eine komplizierte Einsatzstelle gewesen, auf die die Feuerwehrmänner nur bedingt vorbereitet gewesen seien: „Nicht alle Einsatzkräfte konnten die Gefahr einschätzen“, sagte Heinze. Er forderte eine zentralere Waldbrandausbildung und bessere Ausrüstung. „Da haben wir noch Luft nach oben“, sagt er. Nach PNN-Informationen wird im Innenministerium in Potsdam derzeit ein neues Brand- und Katastrophenkonzept erarbeitet. Bestandteil sollen darin auch Ausrüstung und Ausbildung sein. Im September soll es im Kabinett verabschiedet werden.

In Fichtenwalde soll derweil den Einsatzkräften mit einem Fest auf dem Marktplatz am 11. August gedankt werden. Details werden noch erarbeitet, hieß es vom Ortsvorsteher auf Nachfrage. Auch in den kommenden Tagen beobachten die Waldbesitzer weiterhin die Glutnester. Wie hoch der durch den Brand entstandene Schaden für die Forstwirte ist, kann noch nicht beziffert werden. fha, eb

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