Überregionales : Dürre sorgt für Brände und Ernteausfälle

Teltow - Der Deutsche Bauernverband (DBV) befürchtet wegen der massiven Trockenheit in weiten Teilen des Landes erhebliche Einbußen bei der Ernte. „Einige Betriebe haben wegen der Dürre nicht geerntet, sondern den Bestand direkt gehäckselt“, erklärte DBV-Präsident Joachim Rukwied am Donnerstag. Der extrem frühe Erntebeginn bringe viele Ackerbauern in Brandenburg in eine wirtschaftlich schwierige Lage. „Diese Ernteausfälle bedrohen Existenzen“, erklärte Rukwied und forderte finanzielle Hilfe für die Bauern. Nötig seien „dringend Instrumente zur Liquiditätssicherung und die Möglichkeit, steuerfreie Rücklagen zum Risikoausgleich zu bilden“. Insgesamt geht der Bauernverband davon aus, dass die Landwirte die bereits unterdurchschnittliche Vorjahresernte in Höhe von 45,5 Millionen Tonnen um 4,5 Millionen Tonnen weiter unterschreiten werden.

Durch die anhaltende Hitze bleibt auch die Waldbrandgefahr im Land hoch. Bereits jetzt hat es mit 140 Bränden in Brandenburg häufiger als im gesamten Vorjahr gebrannt. Besonders schlimm traf es die Lieberoser Heide nördlich von Cottbus, wo am Donnerstag 350 bis 400 Hektar Land auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz in Flammen aufgingen. Die Feuerwehr konnte das Gelände nur teilweise erreichen, bis zum späten Abend war der Brand nicht unter Kontrolle. AFP/fha