Überregionales : Die Titelverteidiger

Bundestrainer Löw überrascht für die WM mit einem Neuling – und kritisiert Özil und Gündogan

Benedikt Voigt
Antonio Rüdiger
Antonio Rüdiger

TOR

MITTELFELD / ANGRIFF

Dortmund/Berlin - Als erste Mannschaft seit Brasilien 1962 will Deutschland bei der kommenden Fußball-Weltmeisterschaft in Russland den Titel verteidigen. Am Dienstag hat Bundestrainer Joachim Löw bekannt gegeben, mit welchen Spielern er das bewerkstelligen will. Dabei überraschte vor allem die Nominierung des Freiburger Stürmers Nils Petersen, der bisher noch kein Länderspiel absolviert hat. Auf den WM-Siegtorschützen Mario Götze sowie den Münchner Stürmer Sandro Wagner hingegen verzichtete der Bundestrainer. Auch setzt er weiterhin auf eine Genesung des Mannschaftskapitäns Manuel Neuer, der seit September kein Spiel mehr bestritten hat. „Im Moment sieht alles gut aus“, sagte Löw, „Manuel sagt, er kann alles machen.“

Ebenfalls nominiert sind die türkischstämmigen Nationalspieler Ilkay Gündogan und Mesut Özil, die am Montag wegen ihres Treffens mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan scharf kritisiert worden sind. Den beiden sei mitgeteilt worden, „dass das jetzt keine glückliche Aktion war“, sagte Löw, dessen Vertrag der Deutsche Fußball-Bund am Dienstag vorzeitig bis 2022 verlängert hat. Auch kann der ARD-Dopingexperte Hajo Seppelt nun doch zur WM nach Russland fliegen. Die russische Regierung hat das Einreiseverbot aufgehoben, wie Bundesaußenminister Heiko Maas auf dem Kurznachrichtendienst Twitter mitteilte.

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