Überregionales : Deutschland erreicht erstmals Hilfsziel

Berlin - Deutschland hat 2016 erstmals sein Versprechen gehalten, 0,7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Entwicklungshilfe auszugeben. Gegenüber dem Vorjahr wurden die Entwicklungshilfeausgaben um 36 Prozent auf 22 Milliarden Euro gesteigert. Das gelang aber nur, weil Ausgaben für die Unterbringung von Flüchtlingen im Inland eingerechnet wurden. Die OECD, die die sogenannte ODA-Quote für staatliche Hilfszahlungen ermittelt, erkennt dies an. Auch andere Staaten verfahren so. In Deutschland ist die Praxis aber umstritten. Es sei richtig, dass die Bundesregierung Geflüchtete in Deutschland umfassend unterstütze, aber diese Ausgaben dürften nicht zu dem falschen Eindruck führen, Deutschland erfülle seine internationalen Verpflichtungen im Bereich Entwicklung und Armutsbekämpfung“, sagte etwa der Oxfam-Experte Tobias Hauschild.uls