Überregionales : Dauerregen überschwemmt den Harz

Hildesheim/Berlin - Wegen heftiger Regenfälle ist im niedersächsischen Landkreis Goslar am Mittwoch der Katastrophenalarm ausgerufen worden. Tief „Alfred“, das seit Tagen in vielen Teilen Deutschlands für Dauerregen sorgt, traf am Mittwoch vor allem die Region am Harz. Braune Wassermassen strömten durch die Straßen von Goslar. Straßenzüge in der Stadt und eine Siedlung im Landkreis mussten evakuiert werden. Hunderte Rettungskräfte waren im Landkreis im Dauereinsatz. Auch in Hildesheim hatte man eine Evakuierung eines Wohngebietes vorbereitet, bis Redaktionsschluss hielten jedoch die Dämme.

Auch andere Regionen Deutschlands wurden durch den starken Regen unter Wasser gesetzt. Es kam zu Behinderungen im Bahn- und Busverkehr. Auf der Ostseeinsel Rügen wurden bei einem Unfall bei Dauerregen zwei Urlauber lebensgefährlich verletzt. In Niedersachsen wurden drei Feuerwehrmänner im Hochwassereinsatz bei einem Verkehrsunfall verletzt. Laut Deutschem Wetterdienst fiel innerhalb von zwei Tagen teilweise deutlich mehr Regen als sonst im gesamten Juli. In Sachsen-Anhalt verschwand während des Dauerregens in Wernigerode eine 69-Jährige in der Nähe eines Flusslaufes. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass sie in einen stark angestiegenen Fluss gefallen sei, sagte ein Polizeisprecher.

In Brandenburg blieben schwere Schäden bislang aus. In Potsdam war nur der S-Bahn-Verkehr wegen eines umgestürzten Baumes für Stunden unterbrochen. Den Landwirten macht das Wetter jedoch zu schaffen: Im Norden des Landes stehen Felder bis zu fünf Zentimeter hoch unter Wasser. dpa/PNN

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