Überregionales : Condor-Chef will Tegel offen halten – BER-Chef nicht

Berlin - Der Chef des Ferienfliegers Condor, Ralf Teckentrup, spricht sich für den Weiterbetrieb des Berliner Flughafens Tegels auch nach der Eröffnung des Großflughafens BER aus. „Der neue Flughafen ist, wenn er denn mal aufmacht, vermutlich viel zu klein“, sagte Teckentrup dieser Zeitung. „Deshalb habe ich auch eine Menge persönlicher Sympathie dafür, den Gedanken der Offenhaltung von Tegel weiterzuverfolgen.“ Es funktioniere ja nicht so, wie man es vor zehn Jahren mal gedacht habe, gibt Teckentrup, der auch im Vorstand des Reiseveranstalters Thomas Cook GmbH sitzt, zu bedenken. „Da muss man auch bereit sein, neu zu denken.“

BER-Chef Engelbert Lütke Daldrup sprach sich demgegenüber gegen einen Weiterbetrieb in Tegel aus und kündigte an, im nächsten Jahr den neuen Hauptstadtflughafen in Schönefeld endlich in Betrieb gehen zu lassen. „Unser Ziel ist 2018“, bekräftigte Lütke Daldrup gegenüber dpa. Im Sommer wolle er dafür einen konkreten Terminplan vorlegen, der auch Zeitpuffer für unvorhergesehene Probleme enthalte. Der neue Flughafenchef gab sich zuversichtlich, dass der Brandschutz im Terminal nach dem Umbau funktioniert. Notwendige Rauchgasversuche stehen im zentralen Abschnitt nach seinen Worten aber noch aus. Lütke Daldrup versicherte, dass das Kostenziel von zuletzt 6,5 Milliarden Euro für den Bau Bestand haben werde. „Wir haben von den Gesellschaftern einen klaren Auftrag bekommen: Wir sollen mit dem beschlossenen Finanzrahmen zurechtkommen“, erklärte der Manager. PNN/dpa

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