Überregionales : Bundestag: CDU führt in Brandenburg

Robert Birnbaum

Potsdam - Der Brandenburger SPD könnte bei der Bundestagswahl im September ein Debakel drohen. Das geht aus der aktuellen Wahlkreisprognose des Internetportals election.de für die Bundestagswahl hervor. Demnach haben die Sozialdemokraten ihren bisherigen Vorsprung in den letzten beiden Wahlkreisen mit SPD-Vorteil, Potsdam und Brandenburg/Havel, eingebüßt. Im gesamten Land führt die CDU und könnte alle zehn Direktmandate erringen. Damit setzt sich der deutschlandweite Trend für die CDU und die Wiederwahl von Bundeskanzlerin Angela Merkel auch in Brandenburg durch. Zugleich gerät die von Ministerpräsident Dietmar Woidke geführte Landes-SPD, die erst vor eineinhalb Wochen ihre Landesliste mit Spitzenkandidatin Dagmar Ziegler aufgestellt hat, in Erklärungsnot.

In sieben Brandenburger Wahlkreisen hat die CDU einen Vorsprung, ein Sieg in den Wahlkreisen 57 (Uckermark – Barnim I) und 64 (Cottbus – Spree-Neiße) ist zudem wahrscheinlich, im Wahlkreis 65 (Elbe- Elster – Oberspreewald-Lausitz II) sogar sicher. Die Wahlkreisprognose berücksichtigt neben aktuellen Umfragen langfristige Trends. Für Nordrhein-Westfalen kam die Prognose von election.de dem Ergebnis der Landtagswahl Mitte Mai „sehr nahe“.

Besonders umkämpft ist der Potsdamer Wahlkreis 61, zu dem neben Potsdam Teile von Potsdam-Mittelmark und Teltow-Fläming gehören. Dort hatte im November noch die CDU, für die die Landtagsabgeordnete Saskia Ludwig antritt, vorn gelegen. Erst mit der Nominierung von Martin Schulz Ende Januar und der 100-Prozent-Wahl zum Kanzlerkandidaten im März hatten die Potsdamer SPD-Kandidatin Manja Schüle und die Sozialdemokraten landesweit einen Aufschwung erlebt. Doch der bricht nun wieder in sich zusammen. Auch im Wahlkreis 60 mit Brandenburg/Havel, Teilen von Potsdam-Mittelmark, Teltow-Fläming und Havelland, den 2013 der heutige Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (SPD) gewann, hat die CDU nun einen Vorsprung. axf

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