Überregionales : Brandenburg startet mit der Inklusion

Potsdam - Nach einer dreijährigen Pilotphase starten in Brandenburg nun offiziell die ersten Inklusions-Schulen. Ab dem Schuljahr 2017/2018 setzen 127 Schulen das Konzept „Gemeinsames Lernen in der Schule“ um, wie Bildungsminister Günter Baaske (SPD) am Mittwoch in Potsdam ankündigte. Das sind 52 mehr als in der Pilotphase beteiligt waren. Die teilnehmenden Schulen bekommen vom Land Mittel für zusätzliches pädagogisches Personal gemessen an ihrer Größe – aber unabhängig von der Zahl der förderbedürftigen Kinder. Während sich in der Pilotphase nur Grundschulen beteiligen konnten, wurde das Konzept nun auch auf Ober- und Gesamtschulen ausgeweitet. Spezielle Förderschulen bleiben parallel erhalten, Eltern sollen frei entscheiden können, ob ihr Kind eine Förder- oder eine Regelschule besucht – sofern es die baulichen Voraussetzungen erlauben. Prinzipiell ist das Inklusionskonzept vor allem auf Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf und nicht mit schweren körperlichen Behinderungen ausgelegt. Brandenburgweit haben etwa 11 000 Schüler einen Förderbedarf in den Bereichen Lernen, Sprache oder in Bezug auf ihre emotional-soziale Entwicklung. In Potsdam sind es laut Ministerium 1351 Schüler. In der Landeshauptstadt setzen elf Schulen das Inklusionskonzept ab Herbst um. Einige haben schon die Pilotphase mitgemacht, andere kommen neu hinzu – wie etwa die Regenbogen-Grundschule in Fahrland. wik

Mehr lesen? Hier die PNN gratis testen.