Überregionales : BND zu Zypern: Schwarzgeld gibt zu denken

Berlin - Der Chef des Bundesnachrichtendienstes (BND), Gerhard Schindler, hat in einer vertraulichen Sitzung des Wirtschaftsausschusses des Deutschen Bundestags auf die hohen Schwarzgeldsummen aus Russland bei zyprischen Banken hingewiesen. Nach dem Protokoll der Sitzung, das in einem ersten Entwurf dem „Handelsblatt“ vorliegt, hat der BND „systematische Faktoren“ über in Zypern angelegtes russisches Geld aus Geldwäsche und Schwarzgeld zusammengestellt. Diese Faktoren, so Schindler, „geben uns zu denken“. So seien etwa 40 Prozent der Nettogeldabflüsse aus Russland Schwarzgeld oder „aus Geldwäsche entstanden“.

Unterdessen gingen am Sonntag die Bemühungen um eine Lösung für das pleitebedrohte Mittelmeerland weiter – und waren bis zum Redaktionsschluss noch nicht abgeschlossen. Falls es bis zum heutigen Montag keine Lösung für Zypern gibt, will die Notenbank zyprischen Banken den Geldhahn zudrehen. HB/PNN