Überregionales : Bewährungs- und Geldstrafe im Müllprozess

Potsdam - Im Prozess um eine illegale Entsorgung von Industriemüll im Tagebau „Fresdorfer Heide“ hat das Amtsgericht Potsdam am Mittwoch die Urteile verkündet. Gegen den Geschäftsführer einer Recycling-Firma bei Wildenbruch (Potsdam-Mittelmark) wurde eine Haftstrafe von 15 Monaten auf Bewährung verhängt. Sein Komplize, der Betriebsleiter, muss 9600 Euro Geldstrafe zahlen. Damit blieb das Gericht knapp unter den von der Staatsanwaltschaft geforderten Strafen. Die Recycling-Firma muss allerdings die durch die Annahme des illegalen Mülls erzielten Gewinne von geschätzt 315 000 Euro an das Land Brandenburg zahlen. Den beiden Männern aus Berlin wurde umweltgefährdende Abfallbeseitigung zwischen Herbst 2006 und August 2007 vorgeworfen. Laut Gericht lag zwar eine Genehmigung des Landesbergbauamtes Brandenburg vor – allerdings nur mit Einschränkungen. dpa/axf

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