Überregionales : Beckmann-Enkelin kritisiert Kulturgutschutzgesetz

Potsdam - Mayen Beckmann, die Enkelin und Nachlass-Verwalterin des 1950 verstorbenen Malers Max Beckmann, kritisiert das Kulturgutschutzgesetz. Das im vergangenen Jahr verschärfte Gesetz gebe ihr „das Gefühl, potenziell beraubt zu sein“, sagte sie den PNN am Rande eines Symposiums zu Max Beckmann im Museum Barberini in Potsdam. Als Reaktion habe sie ihre Leihgaben an das Leipziger Museum für Bildende Künste zurückverlangt. Mayen Beckmann kritisierte, es gebe noch keine klaren Richtlinien für das Gesetz. Sie sehe „Böses kommen für die deutschen Museen“. Kritik am Kulturgutschutzgesetz hatten bereits mehrere Kunstsammler geäußert, darunter auch Barberini-Stifter Hasso Plattner. Mit dem Gesetz will der Bund die Ausfuhr von Kunst verhindern. Das Museum Barberini zeigt ab Februar 2018 eine große Max-Beckmann-Ausstellung. les/jaha

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