Überregionales : Banker und Ökonomen zweifeln an Investitionspflicht

Berlin - Ökonomen und Wirtschaftsverbände haben skeptisch auf den Vorschlag von SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz reagiert, eine staatliche Investitionspflicht einzuführen. „Keine Frage: In Deutschland muss wieder mehr investiert werden, nicht nur staatlich, sondern auch privat“, sagte Michael Kemmer, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Deutscher Banken, dieser Zeitung. „Eine gesetzliche Investitionspflicht für die öffentliche Hand ist aber nicht die richtige Medizin. Die Gefahr von Fehlinvestitionen wäre enorm.“ Statt Zwang und vorgegebener Planzahlen seien für Investitionen in Deutschland insgesamt bessere Rahmenbedingungen notwendig.

Skeptisch äußerte sich auch Clemens Fuest, Präsident des Münchener ifo-Instituts. „Man sollte sich von einer Investitionspflicht nicht zu viel versprechen“, sagte er dem „Handelsblatt“. afk/ro/mot

Mehr lesen? Hier die PNN gratis testen.