Überregionales : Banken dürfen für SMS-Tan Gebühren verlangen

Berlin - Banken dürfen ihren Kunden beim Online-Banking den Versand der Transaktionsnummern (Tan) per SMS gesondert berechnen. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) am Dienstag entschieden. Kassiert werden darf aber nur, wenn der Kunde die Tan auch nutzt. Denkbar ist etwa, dass er in seinem Auftrag einen Fehler entdeckt und die Nummer deshalb verfällt. Das bleibt aber die Ausnahme.

Die Banken fühlen sich durch das Urteil bestätigt. Die Deutsche Kreditwirtschaft argumentiert, den Instituten entstünden „beim Versenden einer SMS Kosten und Aufwand“. Verbraucherschützer sagten dagegen, es sei im Interesse der Bank, das Onlinebanking mit Verfahren wie SMS-Tan sicherer zu machen – daher dürften die Institute die Kosten nicht auf die Verbraucher abwälzen.

Derzeit streiten sich Banken und Verbraucherschützer immer wieder über Gebühren vor Gericht. Das Problem: Neben den Kosten für die Kontoführung stellen sie den Kunden zunehmend auch noch Einzelleistungen in Rechnung. Für Verbraucher ist das teuer – und unübersichtlich. dpa/cne

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