Überregionales : Autohersteller sollen für Schadstoffreduzierung sorgen

Berlin - Die Bundesregierung setzt beim „Diesel-Gipfel“ für einen geringeren Schadstoffausstoß von Fahrzeugen auf Zusagen der Autokonzerne. „Wir erwarten dort natürlich auch Aktion und Bewegung seitens der Industrie“, sagte Vize- Regierungssprecherin Ulrike Demmer am Mittwoch in Berlin mit Blick auf das Treffen in der kommenden Woche. Im allgemeinen Umfeld gehe es „natürlich um ein Ehrlichmachen“. Ohne die jüngsten Kartellvorwürfe gegen Autokonzerne direkt zu nennen, bekräftigte sie: „Natürlich erwarten wir Offenheit und Aufklärung seitens der Industrie.“

An dem Gipfel am 2. August nehmen nun auch Rheinland-Pfalz und das Saarland als Standorte mit Autoproduktion teil, wie ein Sprecher des Verkehrsministeriums mitteilte. Ziel sind Schritte zur Senkung des Schadstoffausstoßes unter anderem durch Nachrüstungen von Fahrzeugen der Emissionsklassen Euro 5 und 6. Eingeladen wurden bereits die Regierungschefs der „Autoländer“ Baden- Württemberg, Bayern, Hessen, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen; außerdem Berlin und Hamburg.

Die britische Regierung kündigte am Mittwoch an, ab 2040 ein Verkaufsverbot für Benzin- und Dieselmotoren zu verhängen. Die Bundesregierung lehnt ähnliche Ausstiegspläne ab. Auch die Autobauer wollen am Diesel festhalten. Zu den Kartellvorwürfen schweigt die Branche. Auch Daimler-Chef Dieter Zetsche äußerte sich am Mittwoch bei der Präsentation guter Quartalszahlen nicht. mot/dpa

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