Überregionales : Auswärtiges Amt prüft Unfall mit Saudi-Diplomaten

Berlin – Nach dem tödlichen Verkehrsunfall in Berlin, in den ein saudi-arabischer Diplomat verwickelt war, fordert das Auswärtige Amt eine Stellungnahme des Königreichs. Es sei eine Verbalnote an die Botschaft übermittelt worden, teilte das Amt am Donnerstag auf Anfrage dieser Zeitung mit. „Überlegungen zur etwaigen Ergreifung gesandtschaftsrechtlicher Schritte können frühestens angestellt werden, wenn die erbetene Stellungnahme vorliegt und die polizeilichen Ermittlungen abgeschlossen sind.“ Bei dem Unfall am Dienstag starb ein Radler, der auf die offene Fahrertür des im Halteverbot stehenden Diplomatenautos geprallt war. Ein Strafverfahren ist wegen der Immunität ausgeschlossen. Das Auswärtige Amt versicherte, es gehe Einzelfällen dennoch nach und schöpfe alle Mittel aus. Dazu gehöre ein Antrag auf Aufhebung der Immunität, die Aufforderung zur Abberufung oder die Erklärung eines Diplomaten zur unerwünschten Person. neu

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