Überregionales : Arbeitslosenzahl sinkt auf Rekordtief von 2,28 Millionen

Berlin - Die Arbeitslosenzahl in Deutschland ist im Juni auf rund 2,28 Millionen gesunken. Das ist der niedrigste Wert in diesem Monat seit der Wiedervereinigung. Im Vergleich zum Vormonat waren 40 000 Männer und Frauen weniger ohne Job, wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) mitteilte. Gegenüber dem Vorjahr ging die Zahl der Jobsucher um 197 000 zurück. Die Arbeitslosenquote sank um 0,1 Punkte auf 5,0 Prozent. Die Unterbeschäftigung, die auch Menschen umfasst, die etwa gerade an einer Weiterbildung teilnehmen, lag bei 3,24 Millionen. Sie sank damit saisonbereinigt im Vergleich zum Vormonat um 16 000.

Bei der Bundesagentur waren im Juni zugleich rund 805 000 offene Stellen gemeldet – 74 000 mehr als vor einem Jahr. Die Zahl der Erwerbstätigen lag nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Mai bei 44,8 Millionen. Im Vergleich zum Vorjahr waren es 593 000 Erwerbstätige mehr. Der Anstieg gehe allein auf mehr sozialversicherungspflichtige Beschäftigungen zurück, hieß es.

In Brandenburg waren im Juni rund 80 100 Menschen arbeitslos gemeldet – 2100 weniger als im Mai. Schaut man ein Jahr zurück, gibt es im Vergleich fast 9000 Erwerbslose weniger. „Die Zahl der Arbeitslosen ist – wie in Berlin – auf den tiefsten Stand seit 1991 gefallen“, sagte Bernd Becking, Chef der Regionaldirektion Berlin Brandenburg der Arbeitsagentur. Die Arbeitslosenquote liegt in Brandenburg nun bei 6,0 Prozent, das sind 0,7 Prozentpunkte weniger als vor einem Jahr.

Die Unternehmensverbände Berlin- Brandenburg nannten die Kehrseite des guten Marktes: den Fachkräftemangel. „Hier bietet der Anstieg der unbesetzten Ausbildungsplätze Anlass zur Besorgnis“, hieß es. Laut Becking sind in Brandenburg 7000 Ausbildungsplätze frei, 6040 Bewerber hätten noch keinen Platz. röv/dpa