Überregionales : Absprachen mit Moskau: Neue Indizien gegen Trumps Team

Washington - Nach Informationen des US-Fernsehsenders CNN hat eine seit Juli vergangenen Jahres andauernde Ermittlung der Bundespolizei FBI über mögliche Verbindungen des Wahlkampfteams von Donald Trump zu russischen Regierungsstellen erste Ergebnisse gebracht. Die Bundespolizei FBI neige inzwischen stärker zu der Annahme, dass es tatsächlich verbotene Absprachen gegeben haben könnte, berichtete der Sender, ohne seine Quellen offenzulegen. Es fehle jedoch noch ein handfester Beweis.

Derweil sieht sich US-Präsident Trump in seinen Vorwürfen bestätigt, sein Vorgänger Barack Obama habe ihn abhören lassen. Es sei möglich, dass Gespräche von Trump und seinen Mitarbeitern durch routinemäßige Abhöraktionen mitgeschnitten worden seien, sagte der Vorsitzende des Geheimdienstausschusses im US-Repräsentantenhaus, Devin Nunes. Das Abhören sei in diesen Fällen nicht gegen Trump gerichtet gewesen, sondern gegen seine Gesprächspartner oder auch nur gegen Menschen, die in ihren Gesprächen den Namen des heutigen Präsidenten oder den seiner Mitarbeiter erwähnt haben. Damit erscheinen Trumps Vorwürfe, er sei von Obama abgehört worden, zwar noch immer nicht wahr, aber nicht mehr so abwegig wie zuvor.

Trump erklärte, er empfinde „so etwas wie eine Rehabilitierung“. „Ich bin froh, dass sie gefunden haben, was sie gefunden haben.“ Allerdings sagte Nunes auch, dass die Vorwürfe gegen Obama weiterhin haltlos seien.

Der US-Abhördienst NSA zeichnet routinemäßig Gespräche auf, die führende US-Amerikaner mit ausländischen Repräsentanten führen. So gilt es beispielsweise als sicher, dass die Leitungen des russischen Botschafters routinemäßig abgehört werden. dpa