Sport : Zünglein an der Waage

Zum Saisonabschluss haben der Werderaner FC und der SVB 03 II Heimvorteil

Zum Finale in der Fußball-Brandenburgliga empfängt der Werderaner FC Viktoria am morgigen Samstag den Eisenhüttenstädter FC Stahl. Duplizität der Ereignisse: Genau ein Jahr ist es her, als Werder am letzten Spieltag Grün-Weiß Lübben im Abstiegsduell mit 4:2 besiegte und die Spreewälder in die Landesliga schickte. Diesmal könnte es den Eisenhüttenstädtern ähnlich ergehen. Sollten BSV Guben Nord (33 Punkte) gegen Preussen Eberswalde sowie Stahl Brandenburg (33) bei Babelsberg II gewinnen und Eisenhüttenstadt (35) verlieren, muss das Team um Trainer-Legende Harry Rath neben Ludwigsfelde und Schwedt die Brandenburgliga verlassen. Das wäre allerdings der Tiefpunkt in der Geschichte des ehemaligen EC-Teilnehmers. Für Werder indes heißt es Abschied nehmen von Trainer Sven Thoß. „Ich habe hier drei tolle Jahre erlebt und wünsche mir einen vernünftigen Saisonabschluss“, sagt der Erfolgscoach. Mit ihm hat es gegen Eisenhüttenstadt immer enge und „griffige“ Auseinandersetzungen gegeben. In der Hinrunde hatte Werder mit einem 1 : 0 (Torschütze: Patrick Schmidt) drei Punkte geholt.

Die zweite Mannschaft des SV Babelsberg 03 empfängt gleichzeitig den FC Stahl Brandenburg auf der Sandscholle. Während die Gastgeber frei jeglicher Sorgen der Sommerpause entgegensehen können, stehen die Stahlkicker vor einem Herzschlagfinale im Kampf gegen den Abstieg. Vor dem letzten Spiel rangieren die Brandenburger auf Tabellenplatz fünfzehn und müssten damit den bitteren Gang in die Landesliga antreten.

Auf freiwillige Schützenhilfe der Reserveelf ist indes nicht zu hoffen, will diese doch zum einen ihrem scheidenden Trainergespann einen würdigen Abgang bereiten und zum anderen die unrühmliche Serie von sieben Spielen ohne dreifachen Punktgewinn nicht weiter fortsetzen. Personell dürften die Babelsberger zumindest besser aufgestellt sein als zuletzt in Schwedt, fehlen wird allerdings Kapitän Martin Neubert nach seinem Platzverweis. Cheftrainer Thomas Leek erwartet einen unterhaltsamen Nachmittag: „Wir werden gegen Stahl noch einmal alles geben.“D. W./ R. Sch.

Anpfiff ist am Samstag um 15 Uhr.

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