• Wasserballer des OSC Potsdam: Sieg in der Bundesliga und Einzug in Pokal-Endrunde

Wasserballer des OSC Potsdam : Sieg in der Bundesliga und Einzug in Pokal-Endrunde

Die Orcas waren erfolgreich im Orkan. Binnen zwei Tagen gewannen sie zweimal - und staunten über eine besondere Geste des Pokalgegners Krefeld.

Foto: Sandra Seifert/Verein

Potsdam/Krefeld - Als wäre es nicht anspruchsvoll genug, zwei Spiele binnen zwei Tagen in rund 540 Kilometer Entfernung zu bestreiten, mussten die Wasserballer des OSC Potsdam auch noch mit dem Wetter kämpfen. Nachdem sie am Samstag ihr Bundesliga-Heimspiel gegen den SV Ludwigsburg 08 mit 16:9 (3:1, 5:4, 4:2, 4:2) gewonnen hatten, setzten sie sich tags darauf auswärts im Viertelfinale des Deutschen Pokals noch deutlicher durch. Sie bezwangen die SV Krefeld 72 mit 19:8 (4:2, 5:2, 6:2, 4:2).

Herausforderung für die Orcas war dann Orkan-Tief Sabine. Die Potsdamer waren mit dem Zug nach Nordrhein-Westfalen gereist, doch wegen der Unwetterlage strich die Deutsche Bahn all ihre Fernverbindungen. Die Familie von OSC-Spieler Thilo Popp war mit ihrem Kleinbus zur Partie gefahren und wurde zur Mitfahrgelegenheit. Doch alle kamen darin natürlich nicht unter, sodass der Krefelder Verein einen seiner Busse zur Verfügung stellte, um den Gästen die Heimreise zu ermöglichen. „Das ist eine Riesengeste und alles andere als selbstverständlich“, sagte André Laube, sportlicher Leiter der Orcas. „Da können wir uns nur bedanken und wollen uns irgendwann irgendwie revanchieren.“

Im Wasser hatte die Mannschaft von OSC-Trainer Alexander Tchigir derweil keine Probleme bei der Doppelbelastung. Gegen Ludwigsburg untermauerten die Brandenburger ihre Ambition, als Tabellendritter in die Playoffs einzuziehen. Und gegen Krefeld wurde souverän zum sechsten Mal in der Vereinsgeschichte die Qualifikation für das „Final-Four“-Turnier des deutschen Cup-Wettbewerbs geschafft. Die Endrunde findet am 4./5. April in Duisburg statt. Dabei sein werden neben den beiden absoluten Top-Clubs Wasserfreunde Spandau und Waspo Hannover auch der ASC Duisburg, Potsdams Dauerrivale um nationales Bronze. Wegen des Olympia-Qualifikationsturniers Ende März ist das Final-Four auch erst die nächste Pflichtspielaufgabe für den OSC. Anschließend folgt der Schlussakkord in der Bundesliga-Hauptrunde.