• Von einer SVB-Abteilung zum eigenständigen Club : Red Hawks Potsdam wollen Brandenburger Basketball-Macht werden

Von einer SVB-Abteilung zum eigenständigen Club : Red Hawks Potsdam wollen Brandenburger Basketball-Macht werden

Als Abspaltung vom SV Babelsberg 03 hat sich der neue Potsdamer Basketballverein Red Hawks gegründet. Die "Roten Falken" haben Großes vor. Beachtlich: Ihr sportlicher Leiter und Trainer Kai Buchmann coacht in Doppelmission auch Zweitliga-Rückkehrer RSV Eintracht.

Foto: Annegret Hilse/dpa

Potsdam/Stahnsdorf - In der Basketballszene der hiesigen Region ist viel Bewegung. Während nach der Erteilung der Lizenz für die 2. Bundesliga ProB beim direkten Wiederaufsteiger RSV Eintracht 1949 die Kaderplanungen auf Hochtouren laufen, haben sich die Red Hawks Potsdam als neuer Verein formiert und setzen sich laut eigener Aussage das Ziel, „auf allen Ebenen zum Basketball-Aushängeschild des Bundeslandes Brandenburg“ werden zu wollen. 

Die Red Hawks sind aus einer Abspaltung entstanden. Bislang gehörte die Gruppe der im Jahr 2016 gegründeten Basketballabteilung des SV Babelsberg 03 an. Wie der SVB mitteilte, wurde nun entschieden, wieder getrennte Wege zu gehen. Dieser Schritt sei das Ergebnis „intensiver Beratungsgespräche“ zwischen Klub- und Abteilungsführung, hieß es. Gemäß Mitteilung erkennen beide Seiten mehr Potenzial für die Entwicklung des sportlichen Bereichs sowie den Ausbau der Nachwuchsarbeit, wenn die Abteilung aufgelöst und ein eigener Verein gebildet wird. Der ranghöchste Basketballverein der märkischen Landeshauptstadt ist aktuell der USV Potsdam, der vorige Saison Meister der 2. Regionalliga Ost wurde, aber aus finanziellen und organisatorischen Gründen auf den Aufstieg verzichtete. Cheftrainer und sportlicher Leiter der „Roten Adler“, deren Herren noch unter dem Dach des SVB in die Oberliga aufgestiegen waren, ist Kai Buchmann, wie der Verein auf seiner Internetseite bekanntgab.

Buchmann hatte die Position bereits in der SVB-Abteilung inne und nimmt sich nun eine große Herausforderung vor. Denn zur neuen Saison kehrt er auch zu seinem früheren Club, dem RSV Eintracht, zurück und wird dort Coach in der ProB. Dort stehen ihm Leistungsträger aus der vergangenen Regionalligasaison zur Verfügung. Neben Kapitän Sebastian Fülle haben nun auch Yannick Hildebrandt und Max Stölzel ihre Verträge beim mittelmärkischen Club verlängert. Allerdings steht auch fest, dass auf der Centerposition umgedacht werden muss. Moses Pölking wird aufgrund eines Auslandssemesters voraussichtlich erst ab Januar wieder dabei sein, Akim-Jamal Jonah wechselt zudem in die ProA-Liga. Spielerneuzugänge stehen noch nicht fest.