• VfL Potsdam verliert in letzter Sekunde beim TSV Altenholz: Aufholjagd bringt keine Punkte

VfL Potsdam verliert in letzter Sekunde beim TSV Altenholz : Aufholjagd bringt keine Punkte

Mit dem Schwung aus dem Sieg der Vorwoche ging der VfL Potsdam in die Auswärtspartie beim TSV Altenholz. Die Potsdamer Drittliga-Handballer erlebten dann wieder eine sportliche Achterbahnfahrt - mit bitterem Ende.

Foto: Jens Wolf/dpa

Ungekrönt blieb eine Aufholjagd des VfL Potsdam beim TSV Altenholz. Mit der Schlusssirene kassierten die Adler das 28:29 (13:15), nachdem sie in der letzten Viertelstunde einen Sechs-Tore-Rückstand wettgemacht hatten. Aufgrund der Niederlage rutschten die Potsdamer Handballer auf den vorletzten Tabellenplatz der Nordost-Drittligastaffel.

Der VfL begann mit dem Schwung und der Motivation des knappen Sieges aus der vergangenen Woche gegen die TSV Burgdorf (27:25) und enteilte in der Anfangsphase dem Gastgeber mit einem Vier-Tore-Vorsprung. Nach etwas mehr als 20 Minuten hatte der TSV die Partie ausgeglichen. „Wir geben solche Führungen zu schnell und zu einfach her“, haderte VfL-Trainer Daniel Deutsch mit einem Manko, das seine Mannschaft in dieser Saison wiederholt offenbart

Deutsch lobt Reaktion seiner nicht aufgebenden Mannschaft

In der Folge hielt der Tabellenfünfte den Gast auf Distanz und sah 13 Minuten vor Spielschluss beim 26:20 wie der sichere Sieger aus. Doch Potsdam wehrte sich: Deutsch ließ seine Abwehr offensiver agieren, was den Gastgeber zu Fehlern zwang. Mit einem 6:0-Lauf kämpfte sich der VfL zurück. Gabriel Gegerfelt – mit fünf Feldtoren der treffsicherste Adler an diesem Samstagabend – Yannik Münchberger, Levi Schwark und Caspar Jacques schürten durch ihre Treffer die Hoffnung auf einen Auswärtspunkt. Diese machte Altenholz in der letzten Spielsekunde mit einem Überzahlangriff zunichte. 

„Sehr ärgerlich“, kommentierte VfL-Spielmacher Matti Spengler die Niederlage, die letztlich auf unnötige Ballverluste in der Schlussphase des Spiels zurückzuführen sei. „Mit einem Punkt aus diesem Spiel wäre unser Selbstbewusstsein wesentlich größer“, so Spengler, der dennoch die gezeigte Moral als Gewinn aus der Partie zieht. Auch für Deutsch war „wichtig zu sehen, dass und wie die Mannschaft reagiert und sich nicht aufgibt“. Mit Bonuspunkten, die ein Remis oder ein Sieg in Altenholz gebracht hätten, habe der VfL derzeit ohnehin nicht geplant. Gerechnet wird aber mit etwas Zählbaren aus dem Heimspiel kommenden Sonntag gegen die Füchse Berlin II.