• VfL Potsdam gegen TSV Burgdorf II: Nervenstarker Kapitän

VfL Potsdam gegen TSV Burgdorf II : Nervenstarker Kapitän

Nach zuvor zwei Niederlagen gab es für die Drittliga-Handballer des VfL Potsdam wieder ein Erfolgserlebnis. Sie gewannen ihr Heimspiel gegen die TSV Burgdorf II. Dabei ging Yannik Münchberger in einer kritischen Phase beeindruckend voran.

Gerhard Pohl
Endspurt. Kurz vor Spielschluss erzielte Yannik Münchberger vier Treffer in Serie.
Endspurt. Kurz vor Spielschluss erzielte Yannik Münchberger vier Treffer in Serie.Foto: Verein

Der kurze Negativtrend wurde gestoppt. Nach zuvor zwei Niederlagen hat Handball-Drittligist VfL Potsdam am gestrigen Sonntag durch ein 30:28 (13:14) daheim gegen die TSV Burgdorf II seinen dritten Saisonsieg eingefahren. Mit nunmehr 6:4 Punkten liegt der VfL auf dem fünften Platz der Nordstaffel. „Dieser Sieg musste härter erkämpft werden, als ich es gedacht habe“, sagte Potsdams Trainer Daniel Deutsch. „Insgesamt hatten wir eine schlechte Wurfquote, aber unter dem Strich stehen die zwei erhofften Punkte“, bilanzierte Deutsch nach dem spannenden Match.

Dominik Steinbuch brachte den VfL noch in der ersten Minute 1:0 in Führung, was die Gäste unmittelbar im Gegenzug ausgleichen konnten. Eng ging es anschließend vor 581 Zuschauern weiter, denn keiner Mannschaft gelang es, sich abzusetzen. Die Hausherren erarbeiteten sich zwar zweimal ein Zwei-Tore-Polster (10:8 und 12:10), doch das Nachwuchsteam des Hannoveraner Bundesligisten ließ sich nicht aus dem Rhythmus bringen, agierte konzentriert weiter und ging sogar seinerseits mit einer knappen Führung in die Pause. Auffälligster Mann auf der Platte war bis zu diesem Zeitpunkt VfL-Kreisläufer Christian Schwarz, der viermal den Ball im Netz des Gegners unterbringen konnte.

Keeper Fabian Pellegrini war ein starker Rückhalt

Nach dem Seitenwechsel begannen die Gastgeber mit mehr Druck und Entschlossenheit. Das zahlte sich aus. Die Adler zogen bis auf drei Tore Vorsprung davon und profitierten dabei auch von ihrem starken Rückhalt. Der Schweizer Keeper Fabian Pellegrini, der in der zweiten Halbzeit statt Angelo Grunz zwischen den Pfosten stand, zeigte einige starke Paraden und gab seinem Team dadurch Auftrieb.

Doch der VfL verlor dann plötzlich seinen Spielfluss, sodass die Gäste zum 26:26 ausgleichen konnten. Es wurde nochmal richtig kritisch für die Mannschaft von Daniel Deutsch. Gerade in dieser problematischen Phase ging der Kapitän voran. Yannik Münchberger erzielte vier Tore in Folge und damit sieben insgesamt. Christian Schwarz (sechs Tore) sowie Matti Spengler (fünf) waren ebenfalls treffsicher. In den Schatten gestellt wurden ihre Leistungen von Münchberger, dem nervenstarken Schützen mit Endspurtqualität. „Das war überragend, was Yannik da zeigte. Der war nicht zu halten“, lobte Coach Deutsch, der nach dem Heimerfolg nun mit seinem Team den positiven Eindruck weiter ausbauen möchte. 

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