• UJKC Potsdam: Ordentlich Lehrgeld auf der Quittung

UJKC Potsdam : Ordentlich Lehrgeld auf der Quittung

Die junge Mannschaft des UJKC Potsdam blieb zum Saisonstart der Judo-Bundesliga chancenlos gegen den Titelverteidiger aus Hamburg. Das Endergebnis war hart aus Sicht der Potsdamer, die sich für das Erreichen ihres Saisonziels nun schadlos halten müssen.

Premiere. Takafumi Kitahara ist der erste Japaner in der UJKC-Riege.
Premiere. Takafumi Kitahara ist der erste Japaner in der UJKC-Riege.Foto: G. Pohl

Die Rechnung am vergangenen Samstagabend war eindeutig: Das Hamburger Judoteam fuhr mit einem vollem Punktekonto nach Hause. Die junge Garde des UJKC Potsdam hatte ordentlich Lehrgeld bezahlt. 0:14 stand am Ende des ersten Kampftages der Judo-Bundesliga auf der Anzeigentafel in der Potsdamer MBS-Arena, die mit rund 700 Zuschauern so voll wie noch nie an einem UJKC-Kampfabend war. Alle 14 Kämpfe hatten die Hamburger gewonnen. „Das ist natürlich ein unangenehmes Ergebnis“, kommentierte Trainer Mario Schendel den reinen Zahlenwert.

Dahinter verbirgt sich jedoch keine ganz so eindeutige Hamburger Dominanz, wie das klare Resultat vermuten lässt. Zwar beeindruckten die Hanseaten, die als Favoriten für den erneuten Gewinn der deutschen Meisterschaft gelten, mit ihrer Qualität und vor allem athletischen Klasse. Doch wehrten sich die Potsdamer Youngster tapfer. „In fünf, sechs Kämpfen fehlte aber die letzte Konsequenz, um tatsächlich zu gewinnen“, haderte Schendel.

"Jetzt müssen wir unsere Aufgaben erledigen"

All zu hart ins Gericht ging er mit seinen Schützlingen jedoch nicht. „Es war nicht davon auszugehen, dass wir Hamburg ernsthaft Paroli bieten können“, so Schendel. Mit dem aktuell Weltranglisten-Ersten Frank De Wit, dem Kirgisen Juri Krakovetski oder dem Olympia-Dritten von London, Dimitri Peters, schickten die ambitionierten Hamburger internationale Güte auf die Matte. „Gegen solche Kämpfer hat das von uns gezahlte Lehrgeld einen hohen Wert“, hofft Schendel.

Dieses gilt es nun in zwei Wochen beim zweiten Liga-Auftritt bei Hertha Walheim in einen Sieg zu investieren. „Wenn wir uns dort und in den anderen Kämpfen schadlos halten, spricht keiner mehr davon, dass wir den ersten Kampf gegen Hamburg verloren haben“, meint Schendel. Denn für das erklärte Zwischenziel, als Gruppenzweiter der Nordstaffel ins Endrundenturnier der besten vier Teams einzuziehen, hat sich durch die Auftaktniederlage nichts geändert. „Jetzt müssen wir jedoch unsere Aufgaben erledigen“, so Schendel.