• UJKC Potsdam: Heißer Mattentanz

UJKC Potsdam : Heißer Mattentanz

Das Saisonziel ist klar gesteckt: Zum ersten Mal seit 2012 will der UJKC Potsdam wieder ins Halbfinale der Judo-Bundesliga. Frühzeitig im Verlauf des Kampfjahres kommt es zum wegweisenden Duell mit dem größten Rivalen, der SUA Witten.

Fans des Potsdamer Sports können sich am morgigen Samstag einen schönen Tag in der MBS-Arena machen. Die Terminpläne sorgen dort für gleich zwei hochklassige Events. Während ab 19 Uhr Handball-Drittligist VfL Potsdam im Spiel gegen Hannover-Burgwedel einen gelungenen Saisonabschluss erreichen möchte, kommt es ab 14 Uhr zu einem Judo-Bundesligakampf mit wegweisendem Charakter. Der UJKC Potsdam empfängt die SUA Witten. „Ein ganz wichtiges Duell im Kampf um die Halbfinalqualifikation“, erklärt Mario Schendel.

Zweiten Tabellenplatz im Visier

Zum ersten Mal seit 2012 möchte der UJKC-Cheftrainer mit seinen Männern in die Endrunde der Deutschen Mannschaftsmeisterschaft einziehen. Dafür muss am Ende der Hauptrunde Platz eins oder zwei in der Nordstaffel zu Buche stehen. Weil Titelverteidiger Hamburg übermächtig agiert, wie beim 14:0 zum Saisonauftakt in Potsdam deutlich wurde, wetteifert der Rest allenfalls um den Vizerang. „Wir und Witten sind die heißesten Anwärter darauf“, meint Mario Schendel vor dem direkten Duell. „Wer dabei als Verlierer von der Matte geht, hat wahrscheinlich keine Chance mehr aufs Halbfinale.“ Also ein Showdown – bereits am dritten von acht Kampftagen. Wegen der hohen Bedeutung erwartet der Coach beide Teams entsprechend in starken Besetzungen. „Wir können zwar nicht ganz aus dem Vollen schöpfen, aber das hat viel Qualität, was wir da haben werden“, kündigt er an.

Nach der Pleite gegen Hamburg hatte sich der UJKC zuletzt durch den Erfolg bei Aufsteiger Hertha Walheim auf Kurs Richtung Medaillenrunde begeben. Rivale Witten kam bisher zu einem Remis in Holle und einem Sieg gegen Leverkusen. „Sie treffen noch auf Hamburg – da spekulieren wir natürlich auf eine Niederlage von ihnen. Das heißt: Ein Unentschieden am Samstag könnte uns auch schon reichen, damit wir letztlich vorbeiziehen“, macht Mario Schendel ein Gedankenspielchen. Aber: „Seit der – zu erwartenden – Auftaktschlappe haben wir ohnehin nur noch einen Plan im Kopf. Wir wollen jetzt alle Kämpfe in der Hauptrunde gewinnen.“ Teil eins dieser Mission wurde in Walheim bewältigt. Nun soll es daheim erfolgreich weitergehen – zur ungewohnt nachmittäglichen Judo-Bundesligazeit. Am Abend werden dann keine Gegner mehr durch die Arena geworfen, sondern Handbälle. 

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