Skandalspiel gegen Energie Cottbus : Verband bleibt bei Urteil gegen SV Babelsberg

Während im Cottbuser Gästeblock rechtsextreme Krawallmacher Nazi-Parolen sangen, rief ein SVB-Anhänger „Nazi-Schweine raus“. Der Nordostdeutsche Fußballverband hält an der umstrittenen Strafe gegen den SVB fest.

Rauchschwaden und Chaoten auf dem Platz während des Spiels gegen Cottbus. Das Urteil gegen die Verstöße lehnt der SV Babelsberg ab.
Rauchschwaden und Chaoten auf dem Platz während des Spiels gegen Cottbus. Das Urteil gegen die Verstöße lehnt der SV Babelsberg...Foto: Jan Kuppert/Archiv

Potsdam/Babelsberg - Das Präsidium des Nordostdeutschen Fußballverbandes (NOFV) wird offenbar das umstrittene Urteil gegen den SV Babelsberg 03 nicht zurücknehmen und den Antrag auf Wiederaufnahme des Verfahrens ablehnen. Nach PNN-Informationen soll sich das oberste Verbandsgremium auf seiner Tagung am vergangenen Donnerstag dagegen entschieden haben, dass das Sportgerichtsverfahren noch einmal aufgenommen wird.

Rechtsextreme Krawallmacher im Cottbus-Fanblock - und Strafe für „Nazi-Schweine raus“-Ruf

Damit bleibt es nach den Vorfällen während des Regionalligaspiels gegen den FC Energie Cottbus vom vergangenen April bei einer Strafe von 7000 Euro für den SVB, die unter anderem damit begründet wird, dass ein SVB-Anhänger „Nazi-Schweine raus“ gerufen hat, während im Cottbuser Gästeblock rechtsextreme Krawallmacher Nazi-Parolen sangen. Bestätigen wollte der Verband die Entscheidung nicht, sondern teilte indes mit, dass der SVB zeitnah über die Entscheidung informiert werde. 

SVB-Vorstandschef Archibald Horlitz erklärte: „Sollte sich dies bestätigen, würde deutlich, dass hier die letzte Chance einer transparenten und mittlerweile von einer breiten Öffentlichkeit geforderten Aufarbeitung dieses Skandalurteils innerhalb der Sportgerichtsbarkeit vertan wurde.“ Man werde nach Vorliegen der offiziellen Verlautbarung des NOFV den Fall vor ein ordentliches Gericht bringen, um „dieses Willkürurteil“ zu Fall zu bringen.” Weiterhin sagte Horlitz: “Ferner werden wir die Frage stellen, inwieweit sich die Sicht der Sportgerichtsbarkeit der unteren Ligen bzw. Verbände noch ansatzweise im Einklang mit dem klar definierten Standpunkt des übergeordneten DFB befinden."