• Turbine Potsdam: Rhythmus für die Rückrunde

Turbine Potsdam : Rhythmus für die Rückrunde

Die zweite Halbserie der Frauenfußball-Bundesligasaison ist für Turbine Potsdam stockend angelaufen. Nun möchte der Herbstmeister wieder Fahrt aufnehmen. Der Anfang soll im Nachholspiel gegen die TSG 1899 Hoffenheim gemacht werden.

Erwartet große Gegenwehr. Turbine-Cheftrainer schätzt den nächsten Gegner aus Hoffenheim als kampfstark ein.
Erwartet große Gegenwehr. Turbine-Cheftrainer schätzt den nächsten Gegner aus Hoffenheim als kampfstark ein.Foto: Jan Kuppert

In Schwung zu kommen ist für die Bundesliga-Fußballerinnen von Turbine Potsdam nach der Winterpause nicht leicht. Zunächst wurde ihr eigentlicher Rückrundenauftakt gegen die TSG 1899 Hoffenheim witterungsbedingt abgesagt, anschließend folgte zum Pflichtspielstart 2017 ein recht holpriges 1:1 beim 1. FFC Frankfurt und dann gleich wieder ein ligafreies Wochenende wegen Länderspielen. „So kann man als Team natürlich kaum den gemeinsamen Rhythmus aufbauen“, sagt Abwehrchefin Johanna Elsig, die mit ihrer Mannschaft nun am Sonntag die Heimpartie gegen Hoffenheim nachholen wird (Beginn: 14 Uhr/Karl-Liebknecht-Stadion).

Obwohl während der Länderspielpause nur in kleiner Gruppe am Luftschiffhafen trainiert werden konnte, erkennt Elsig entscheidende Fortschritte bei den Turbinen. „Ich denke, wir werden gegen Hoffenheim besser drauf sein als gegen Frankfurt“, erklärt sie und begründet: „Weil wir zuletzt wieder auf Rasen und nicht nur Kunstrasen trainieren konnten. In Frankfurt hatte man gemerkt, dass wir Rasen gar nicht mehr gewöhnt waren – da wurden die Beine in den letzten 20 Minuten schwer. Das sollte jetzt anders sein. Und dass viele von uns mit ihren Nationalmannschaften unterwegs waren, dabei Spielpraxis sammeln konnten, sollte uns auch weitergebracht haben.“

Kemme noch im Aufbautraining, Huth nähert sich Comeback

Auf Reisen weilte unter anderem Felicitas Rauch. Im Kreise der deutschen Elf belegte sie den zweiten Platz beim SheBelieves-Cup in den USA, kam aufgrund der Experimentierfreudigkeit von Bundestrainerin Steffi Jones aber nur auf 45 von möglichen 270 Einsatzminuten. Lia Wälti und Eseosa Aigbogun gewannen derweil mit der Schweiz den Cyprus-Cup – Sarah Zadrazils Österreicherinnen wurden dabei Achte. Auf Platz vier beim Algarve-Cup landete Australien mit Elise Kellond-Knight, während Jolanta Siwinska Teil der polnischen Auswahl war, die den Gold-City-Cup holte.

Wichtiger als jene Resultate ist Matthias Rudolph etwas anderes. „Alle haben es gut überstanden, also ohne Blessuren“, sagt der Turbine-Cheftrainer erleichtert. Schließlich hat er schon Verletzungssorgen – auf der Sturmposition. Tabea Kemme befindet sich nach ihrer Meniskusoperation noch im Aufbautraining, die von Knieproblemen geplagte Svenja Huth hat immerhin schon wieder Teile des Mannschaftstrainings absolviert. Ein Einsatz übermorgen gegen Hoffenheim ist aber fraglich. „Wir werden da auf keinen Fall Risiko eingehen“, betont Rudolph. Vom Kontrahenten aus dem Kraichgau, der als Tabellenachter im Kampf um den Klassenerhalt steckt, erwartet der Coach der zweitplatzierten Potsdamerinnen große Einsatzbereitschaft: „Sie werden sicherlich bis aufs Allerletzte fighten.“ Dem gilt es sich zu erwehren. So schwungvoll wie nur möglich. (mit Rainer Hennies)

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