• SV Babelsberg 03 mit Remis gegen Wacker Nordhausen: Das Warten auf den Sieg

SV Babelsberg 03 mit Remis gegen Wacker Nordhausen : Das Warten auf den Sieg

Auch nach dem siebten Spiel müssen die Kicker vom SV Babelsberg 03 weiter auf den Sieg warten. Vor 1700 Zuschauern zeigten die Babelsberg zu Beginn zu viel Respekt vor Gegner Wacker Nordhausen. 

Matthias Schütt
Fabrice Montcheu vom SV Babelsberg 03. 
Fabrice Montcheu vom SV Babelsberg 03. Foto: Sebastian Gabsch

Potsdam - Als Schiedsrichter Robert Wessel am vergangenen Mittwochabend das Regionalliga-Spiel zwischen Gastgeber SV Babelsberg 03 und Wacker Nordhausen beim Stand von 2:2 beendete, warf SVB-Trainer Marco Vorbeck seine Getränkeflasche auf den Rasen des Karl-Liebknecht-Stadions und ärgerte sich. Denn trotz zwischenzeitlicher 2:1-Führung nach 0:1-Rückstand gegen ein Schwergewicht der Liga mussten sich die Gastgeber am Ende mit nur einem Zähler zufrieden geben. Damit warten die Filmstädter auch nach dem siebenten Spiel noch auf einen Sieg - mit fünf Punkten aus sieben Spielen kletterten die Potsdamer dennoch auf Platz 15. 

„Meine Gefühle sind gemischt“, sagte der 38-jährige Vorbeck im Anschluss der Partie. „Ich bin stolz auf die 2. Halbzeit. Aber wir müssen uns endlich mal mit drei Punkten belohnen.“ Die Chance dazu haben die Nulldreier bereits am Sonntag, wenn es im Auswärtsspiel zum Aufsteiger und Tabellenneunten SV Lichtenberg geht (Beginn 13.30 Uhr/Howoge-Arena "Hans Zoschke"). „Es heißt den Schwung aus dem Nordhausenspiel mitzunehmen. Wir dürfen aber nicht wieder zu einfach die Gegentore kassieren“, äußerte der SVB-Trainer. Denn vor rund 1700 Zuschauern im Karl-Liebknecht-Stadion zeigten die Hausherren "zu Beginn zu viel Respekt", wie Vorbeck erklärte. So blieben Chancen Mangelware und es entwickelte sich vor allem ein Match zwischen den Strafräumen. 

Marco Vorbeck.
Marco Vorbeck.Foto: Sebastian Gabsch

Der Tabellenzweite aus Thüringen wollte mit seinen kräftigen Spielern vor allem über Standardsituationen zum Erfolg kommen und wurde in der 31. Spielminute für seine Taktik belohnt. Nach einem Freistoß landete ein Kopfball von Wacker-Abwehrmann Florian Esdorf erst an die Latte, ehe der 24-Jährige das runde Leder zur Führung im 2. Versuch über die Linie stocherte. "Ein blödes Gegentor", meinte der SVB-Trainer, der dann aber ein Aufbäumen seiner Mannschaft zum Ende der 1. Halbzeit sah. Doch ein Schuss von Pieter-Marvin Wolf (40.) rauschte knapp vorbei und bei der anschließenden Ecke scheiterte der wiedergenesene Sven Reimann am gegnerischen Keeper Jan Glinker - somit blieb es beim 0:1 zur Pause aus Sicht des Gastgebers. "Wir sind noch ein bisschen grün. Die Partie spiegelt die aktuelle Saison wieder", so Reimann nach seinem Debüt in der diesjährigen Saison.

Nach dem 2:1.
Nach dem 2:1.Foto: Sebastian Gabsch

Nach Wiederanpfiff machten die Babelsberger allerdings mächtig Druck und durch einen Doppelpack der SVB-Akteure Tom Nattermann (55.) und Tobias Dombrowa (57.) drehten die Hausherren das Spiel postwendend zum 2:1 - sehr zur Freude des eigenen Anhangs, der die Führung lautstark feierte. Während Nattermann einen Abpraller verwertete, nachdem im Vorfeld David Danko am Wacker-Schlussmann scheiterte, nutzte Tobias Dombrowa einen Fehlpass des gegnerischen Keepers eiskalt aus und netzte ein. "Dass ist natürlich ärgerlich, kann aber passieren", resümierte Wacker-Trainer Heiko Scholz. Denn seine Mannen wurden nun wieder aktiver, „während wir nach der Führung das Zittern bekommen haben“, so Vorbeck. Dies sollte sich rächen und per Kopfball glich nur elf Minuten später Nils Pichinot zum 2:2 aus. 

Als sich die Gäste aus Nordhausen durch eine Rote Karte gegen Lucas Scholl, dem Sohn von Ex-Nationalspieler Mehmet Scholl, eine Viertelstunde vor Abpfiff selbst schwächten, entwickelte sich ein offener Schlagabtausch – weitere Tore wollten aber nicht mehr fallen, auch aufgrund der starken Parade von SVB-Keeper Marvin Gladrow in der 88.Spielminute gegen Nils Pichinot. 

„Mit dem Punkt können wir zufrieden sein. Nun gilt es mit dem Selbstvertrauen im Rücken Lichtenberg zu schlagen“, meinte Reimann. Dann dürfte bei Abpfiff des Unparteiischen Patrick Kluge auch die Reaktion des SVB-Trainers anders ausfallen.