• RSV Eintracht Teltow/Kleinmachnow/Stahnsdorf: Vor dem Gang in die Abstiegsrunde

RSV Eintracht Teltow/Kleinmachnow/Stahnsdorf : Vor dem Gang in die Abstiegsrunde

Siebte Niederlage in Folge für die Basketballer des RSV Eintracht Teltow/Kleinmachnow/Stahnsdorf. In den verbleibenden sieben Hauptrundenspielen geht es für den Tabellendrittletzten nun vor allem darum, sich eine gute Ausgangsposition für die Play-downs zu schaffen, um den Abstieg aus der 2. Bundesliga ProB Nord zu verhindern.

Lukas Kruse
Offensivschwäche. Kein Team in der Liga hat weniger Punkte erzielt als der RSV um Flügelspieler Jeff Harper.
Offensivschwäche. Kein Team in der Liga hat weniger Punkte erzielt als der RSV um Flügelspieler Jeff Harper.Foto: Benjamin Feller

Die Basketballer des RSV Eintracht Teltow/Kleinmachnow/Stahnsdorf haben am vergangenen Sonntag ihre bereits siebte Niederlage in Folge kassiert. Trotz einer guten Aufholjagd im letzten Viertel unterlagen sie dem Tabellenzweiten Baskets Akademie Weser-Ems/OTB, dem sogenannten Farmteam – also Ausbildungsteam – von Bundesligist Oldenburg, mit 68:73 (31:36).

Nach dieser erneuten Pleite bleibt das Tabellenbild aus Sicht der Eintracht-Korbjäger unverändert schlecht. Sie liegen nur auf dem zehnten Platz der 2. Bundesliga ProB Nord, sind punktgleich mit den einzigen beiden noch hinter ihnen rangierenden Teams und haben sechs Punkte Rückstand auf die Play-off-Ränge, die den sicheren Klassenerhalt garantieren. Der Gang in die Abstiegsrunde wird für die Mannschaft von Cheftrainer Jan Sauerbrey immer wahrscheinlicher.

RSV ist die offensivschwächste Mannschaft der Ligastaffel

Wie sehr sich die sportliche Krise inzwischen auf das Selbstbewusstsein des RSV auswirkt, war am Sonntag in den Spielvierteln eins bis drei mehr als deutlich zu erkennen. Die Gastgeber agierten zunächst vollkommen gehemmt und verunsichert. In den ersten sieben Minuten erzielten sie magere vier Punkte. Auch im weiteren Verlauf von Hälfte eins offenbarte sich insbesondere die Offensivschwäche der Eintracht, die mit nur 956 Punkten die bislang wenigsten in der gesamten Staffel gesammelt hat. Lediglich aufgrund der ordentlichen Einzelleistung direkt unter dem Korb von Center Kenneth Cooper – am Ende mit 21 Zählern bester RSV-Werfer – konnte das Team aus Teltow/Kleinmachnow/Stahnsdorf den Rückstand zur Pause in Grenzen halten.

Auch in der zweiten Halbzeit fehlte es den Hausherren an Treffsicherheit, weshalb Coach Jan Sauerbrey nach dem Spiel bemängelte, dass seine Truppe zu häufig den Fokus vermissen ließe. „Wir schaffen es einfach nicht über die vollen 40 Minuten konzentriert Basketball zu spielen“, haderte er. Viele der vergangenen Partien hätte man seiner Meinung nach ohne solch starke Konzentrationseinbrüche gewinnen können – oder gar müssen.So aber nutzten Gegner wie die Baskets Akademie Weser-Ems/OTB die Fehler gekonnt aus. Die Gäste aus Niedersachsen zogen zwischenzeitlich auf bis zu 21 Zähler davon, ehe sich der RSV in dieser schier aussichtslosen Situation nochmal aufbäumte. Ein Lauf von 12:0 Punkten in Folge reichte schlussendlich jedoch auch nicht, um noch Zählbares für das Gesamtklassement einzufahren.

Dieses Jahr nur dank einer Wildcard in Liga zwei

Selbst wenn es in der Hauptrunde nicht mehr für das Erreichen eines Nichtabstiegsplatzes reichen sollte, so muss die Sauerbrey-Mannschaft in den noch sieben ausstehenden Spielen dennoch weiter unbedingt kräftig punkten. Denn: In die danach folgenden Play-downs, in denen die vier schwächsten Teams der regulären Saison nochmal in direkten Duellen aufeinandertreffen und so die zwei Absteiger ermitteln, nimmt jeder Verein seine in der Hauptrunde erkämpften Punkte mit in die Wertung. Es geht also darum, sich nun dafür eine gute Ausgangsposition zu schaffen.

„Die Mannschaft zeigt im Training und auch in den Spielen, dass sie sich noch nicht aufgegeben hat. Mental sind wir noch im Rennen“, gab sich Sauerbrey optimistisch, dass der RSV Eintracht dieses Jahr den Klassenerhalt auf rein sportlicher Ebene packt. Vergangene Saison war dies nicht gelungen. Die Eintracht wurde damals Letzter in den Play-downs und erhielt den Zweitliga-Startplatz nur dank einer Wildcard. 

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