• Potsdamer Frisbee-Sportler: Drei Starter, zwei Nationen, eine Medaille

Potsdamer Frisbee-Sportler : Drei Starter, zwei Nationen, eine Medaille

Bei den Weltmeisterschaften im Beach Ultimate Frisbee gewinnt die Potsdamerin Nora Poel mit dem deutschen Mixed-Team die Bronzemedaille. Ihre Vereinskollegen von den Goldfingers gingen dagegen leer aus. Nun konzentriert sich das Trio wieder auf die nationalen Wettbewerbe.

Matthias Schütt
Bronze. Medaillen-Gewinnerin Nora Poel, Lars Schmäh (l.) und José Cruces.
Bronze. Medaillen-Gewinnerin Nora Poel, Lars Schmäh (l.) und José Cruces.Foto: Schütt

Dass die Frisbee-Scheibe nicht nur ein tolles Spielgerät für den Freizeitspaß ist, zeigten zuletzt die Sportler bei der Weltmeisterschaft im Beach Ultimate Frisbee. 119 Mannschaften aus 39 Ländern von fünf Kontinenten trafen sich im französischen Royan, um in sieben Kategorien die Weltbesten zu küren. Unter den Teilnehmern waren auch Nora Poel, Lars Schmäh und José Cruces aus der märkischen Landeshauptstadt. Die drei Spieler von den Goldfingers Potsdam stellten sich dabei ihrer größten sportlichen Herausforderung des Jahres.

Am Ende der siebentägigen Wettkämpfe gab es für Nora Poel mit der deutschen Mannschaft im Mixed-Wettbewerb die Bronzemedaille. „Da wir den Titel von vor zwei Jahren verteidigen wollten, war die Enttäuschung zu Anfang schon sehr groß. Mittlerweile kann ich mich aber über Bronze freuen“, sagte die 25-Jährige. Im Halbfinale scheiterte sie mit ihrer Mannschaft an den USA, die sich im Finale den Titel gegen Kanada sicherten. „Die Ehrfurcht vor den USA war einfach zu groß. Da fehlten bei uns auch etwas die Spannung und der Glaube. Gegen die Mannschaft der Philippinen um Bronze konnten wir uns nochmal beweisen und einen guten Abschluss erzielen“, so Nora Poel.

Potsdam Goldfingers wollen in der märkischen Landeshauptstadt präsent sein

In der Mixed-Kategorie startete auch ihr Vereinskollege José Cruces, allerdings für sein Heimatland Venezuela. Am Ende reichte es jedoch nur zu Rang 27. „Unser Team, das über den ganzen Erdball verstreut ist, traf sich zwei Tage vor Turnierbeginn das erste Mal. Es waren einfach zu wenig gemeinsame Trainingseinheiten im Vorfeld. Zum Ende, als wir dann eingespielt waren, lief es doch schon deutlich besser“, meinte José Cruces. Mit Rang acht für Deutschland bei den GrandMasters Herren – das sind die Sportler ab 40 Jahre – war der dritte Starter aus der märkischen Landeshauptstadt, Lars Schmäh, „am Ende zufrieden“.

Nach dem Ausflug auf die internationale Bühne heißt es für die drei Potsdamer nun, sich wieder auf ihre Partien und Turniere in Deutschland vorzubereiten. Aber auch die Vereinsarbeit rund um den Frisbee-Sport soll fortgeführt werden. „Wir leisten Entwicklungshilfe für unseren Sport und wollen in Potsdam weiter präsent sein“, sagte der 40-jährige Lars Schmäh. Da passt es sehr gut ins Konzept, dass die Goldfingers in diesem Jahr wieder in der märkischen Landeshauptstadt trainieren können. Immerhin findet schon in zwei Jahren die Europameisterschaft statt. Dorthin sollen wieder Potsdamer Athleten entsendet werden, egal in welchem Nationaltrikot.

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