• Potsdam will den WM-Titel verteidigten Sportschülerinnen flogen nach Santiago de Chile

Sport : Potsdam will den WM-Titel verteidigten Sportschülerinnen flogen nach Santiago de Chile

Michael Meyer

Gestern Abend ging das Abenteuer los: Von Tegel aus flogen die jungen Fußballerinnen der Sportschule Potsdam via Paris nach Santiago de Chile. Dort wollen die Kickerinnen der Jahrgänge 1990 bis 1992 ab Sonntag bei der Schul-Weltmeisterschaft den Titel verteidigten, den sie sich bei der Schul-WM 2005 im dänischen Skaerbaek erstmals erobert hatten. Für dieses Unternehmen hat Lehrertrainer Steffen Kreische 17 Spielerinnen des FFC Turbine beisammen. Die Sportschülerinnen hatten schon am Montag ihre Osterferien unterbrochen, um sich für Südamerika noch einmal richtig fit zu machen.

„Wir sind gut vorbereitet“, meinte Kreische denn auch vor dem Abflug. Er steht nun bereits zum dritten Mal bei einer Schul-WM der Mädchen an der Potsdamer Seitenlinie. 2001 in Shanghai hatten seine Schützlinge das Finale gegen Chinas Vertretung knapp mit 0:1 verloren, vor zwei Jahren in Skaerbaek gewannen sie das Endspiel dank eines 6:5 im Elfmeterschießen gegen die gleichaltrigen Chinesinnen der Middle School Nr. 2 aus Jiangyin. Zu den Potsdamerinnen, die damals im Strafstoß-Krimi die Nerven behielten, gehörte Henrike Schödel. Vor zwei Jahren zählte sie zu den Jüngsten im Aufgebot der Schule, nun flog die 16-Jährige – die einst bei Fortuna Babelsberg mit dem Kicken begann – als Mannschaftskapitän über den Atlantik.

Auch Anne-Rose Lindner, Lea Notthoff und Chantal Willers waren schon vor zwei Jahren dabei. „Laura Brosius als Chefin unserer Vierer-Abwehrkette, Henrike Schödel davor im Mittelfeld und Lea Notthoff hinter den Spitzen bilden die starke Achse unserer Mannschaft“, erklärte Kreische, der außerdem mit Anna Sarholz eine U15-Nationalspielerin im Tor hat. Verzichten muss er auf Bianca Schmidt wegen des gegenwärtigen U19-EM-Qualifikationsturniers und auf Marie-Louise Bagehorn, die sich beim U18-Länderpokal in der vergangenen Woche in Duisburg eine Knieverletzung zuzog. „Das sind zwei schwerwiegende Ausfälle“, meint Kreische.

In einem Universitätskomplex Santiagos werden es die Potsdamerinnen in der Vorrunde mit Schulmannschaften aus Brasilien, Italien, Dänemark, Israel und Belgien/Flandern zu tun haben. In der anderen Gruppe kicken Chinesinnen, Bulgarinnen, Schwedinnen, Finninnen und Chileninnen gegeneinander; die beiden Ersten beider Staffeln bestreiten das Halbfinale. „Gegen wen wir wann spielen, erfahren wir erst vor Ort“, meinte Kreische, der am Spielfeldrand von Physiotherapeut Christian Düwiger unterstützt wird. Moralischen Beistand erhalten die Potsdamerinnen unter anderem von ihrem mitgereisten Schulleiter Rüdiger Ziemer und von den Fußballern der Berliner Poelchau- Oberschule, die Deutschland bei den Jungen vertreten. Michael Meyer

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