• Potsdam Royals: Klarheiten bei den Königlichen

Potsdam Royals : Klarheiten bei den Königlichen

Die Potsdam Royals treiben ihre Kaderplanung für die Football-Saison 2018 voran. Dazu gehört auch die Entscheidung, nicht erneut auf die Dienste von Top-Quarterback Jacob Tucker setzen zu können. Unterdessen gibt es für den Verein nun eine Lösung bei der Trainingsplatzfrage.

Matthias Schütt
Keine Fortsetzung. Mitten in der Saison 2017 kam Jacob Tucker zu den Royals und schlug sofort ein. Dass er auch dieses Jahr für Potsdam spielt, ließ sich nicht realisieren.
Keine Fortsetzung. Mitten in der Saison 2017 kam Jacob Tucker zu den Royals und schlug sofort ein. Dass er auch dieses Jahr für...Foto: r.b.

Ein Mittelfeldplatz in der German Football League 1 Nord und der Gewinn der European Football League: Diese beiden Ziele hatten die Verantwortlichen der Potsdam Royals zuletzt schon bei der Superbowl-Nacht in der Potsdamer UCI-Kinowelt für das Jahr 2018 verkündet. Am vergangenen Mittwoch gab der Erstliga-Aufsteiger nun bei seinem Saison-Presseauftaktgespräch weitere Einblicke in seine Planungen. Knapp zwei Monate dauert es, bis die Königlichen wieder auf Punktejagd gehen. „Wie haben noch einiges zu tun“, betonte Vereinspräsident Stephan Goericke.

Während der sechsköpfige Trainerstab um Chefcoach Michael Vogt bereits frühzeitig formiert war sowie durch die Rostocker Falk Kunert und Johannes Krüger eine Aufwertung erfuhr, wird momentan vor allem am Kader gebastelt. Dieser soll zum Mannschaftstrainingsstart Anfang März stehen. Nach den Verpflichtungen des deutschen Nationalspielers Lane Acheampong, des Briten Niall Scott-Grant und Tuomas Tammero aus Finnland sowie der Vertragsverlängerung mit US-Defensivmann Demetrius Steed wurden weitere wichtige Personalien geklärt. Der Amerikaner Brendan Casey ist 2018 ebenfalls wieder ein Royal in der Offensive Line. „Brendan ist auch für unsere Jugend ein wichtiger Mentor. Er engagiert sich sehr als Jugendtrainer und ist bei allen aufgrund seiner ruhigen und sachlichen Art sehr beliebt“, sagte Goericke.

Zahlreiche Trainingszeiten im Kirchsteigfeld

Keine Rückkehr wird es hingegen von Quarterback Jacob Tucker geben. Der Spielmacher war in der zurückliegenden Zweitliga-Meistersaison für den verletzten Zach Shaw geholt worden und brillierte. Eine Fortführung der Zusammenarbeit ließ sich nicht realisieren. „Wir können nicht alle unsere finanziellen Ressourcen auf ein paar Spieler konzentrieren. Wir haben als Verein eine Verantwortung auch gegenüber den Teams neben der ersten Männermannschaft“, erklärte der Royals-Vorsitzende. Der Saisonetat sei laut Goericke im Vergleich zum Vorjahr fast verdoppelt worden und liege im sechsstelligen Bereich. Davon werde der gesamte Club mit seinen zwei Herren- sowie drei Nachwuchsteams finanziert.

Für alle Aktiven gibt es künftig auch eine wichtige infrastrukturelle Verbesserung. Der Football-Verein und die Landeshauptstadt konnten eine Lösung für die angespannte Trainingsplatzsituation finden. Wie die Royals darlegten, wird der Nachwuchs nun komplett auf dem Sportplatz im Kirchsteigfeld üben und muss somit nicht mehr nach Kleinmachnow fahren, wo bisher an Technik und Taktik gefeilt wurde. Für die Herren ist je eine Einheit pro Woche im Kirchsteigfeld und Kleinmachnow geplant. Zudem soll vor den Partien das Abschlusstraining im Stadion Luftschiffhafen steigen, dem „Home of the Royals“, wie die Königlichen ihre Heimspielstätte nennen. „Wir wollen uns weiter in der Stadt verankern und da hilft es, wenn wir in Potsdam nicht nur spielen, sondern auch trainieren“, sagte Stephan Goericke.