• Potsdam Royals: Invasion der Royals

Potsdam Royals : Invasion der Royals

Die Hildesheim Invaders wollten zum Saisonstart der German Football League 1 ein schönes Vereinsfest feiern. Zunichte gemacht wurde dies von Liganeuling Potsdam Royals. Die Potsdamer deklassierten den Kontrahenten mit einem starken Premierenauftritt.

Gerhard Pohl
Für die Chronik. Max Zimmermann erzielte die ersten Royals-Erstligapunkte.
Für die Chronik. Max Zimmermann erzielte die ersten Royals-Erstligapunkte.Foto: G. Pohl

Hildesheim - Michael Vogt war erstaunt. „Wir haben die Chance gesehen, hier etwas zu holen. Aber dass es am Ende so ein deutliches Ergebnis werden würde, damit hat keiner von uns gerechnet“, sagte der hocherfreute Cheftrainer der Potsdam Royals am Samstag nach einem brillanten Premierenauftritt seiner Mannschaft. Ihr erstes Spiel in der German Football League 1 gewannen die Potsdamer 56:0 (35:0) bei den Hildesheim Invaders und verdarben den Gastgebern mit ihrer Invasion das große Fest zum 35-jährigen Vereinsjubiläum mächtig.

Drei Touchdowns durch Max Zimmermann

Vom An- bis zum Abpfiff war der Aufsteiger aus Brandenburg das dominierende Team auf dem Rasen, ließ die bereits mit zwei Jahren Erstligaerfahrung ausgestatteten Niedersachsen überhaupt nicht zum Zuge kommen. Der später zum wertvollsten Spieler der Partie gekürte Wide Receiver Max Zimmermann trug sich in die Royals-Vereinschronik ein. Nach gerade einmal vier Minuten sorgte er mit einem Touchdown für die historisch ersten Potsdamer Punkte im Football-Oberhaus. Vor rund 1200 Zuschauern im Eintracht-Stadion verwandelte Patrick Felber anschließend auch den Extrapunkt – das gelang ihm bei allen weiteren sieben Möglichkeiten ebenso. Die Vogt-Truppe praktizierte in der Folge weiter ein enorm druckvolles Angriffsspiel und stand wirkungsvoll in der Defensive. Tyvis Smith, David Saul und erneut Max Zimmermann (doppelt) schraubten das Ergebnis zur Pause auf 35:0. Der Kommentar des Stadionsprechers zu diesem Zeitpunkt: „Die Potsdamer Defense hat unser Laufspiel kaputt gemacht.“ Invaders-Coach Matt Lefever sah das ähnlich. „Wir haben unsere Spielzüge nie zu Ende bringen können und sehr viele Fehler gemacht“, urteilte er und gab damit im Umkehrschluss ein Kompliment an den königlichen Liga-Neuling.

In der zweiten Halbzeit gab es wenig Hildesheimer Gegenwehr, während Potsdam das Ergebnis nicht einfach nur verwalten wollte. Die Gäste setzten ihren Sturmlauf Richtung Invaders-Endzone fort: Paul Zimmermann, Frederik-Myrup Nielsen sowie David Saul markierten weitere Touchdowns. Nach dem 72:0-Erfolg in der Vorwoche beim Europapokalmatch in Brüssel nun also der nächste Kantersieg, durch den die Royals mit noch mehr Selbstvertrauen in ihr Erstliga-Heimdebüt gehen werden. Am Samstag empfangen sie das Spitzenteam Dresden Monarchs im Stadion am Luftschiffhafen (Beginn: 16.30 Uhr).