Sport : Potsdam im Pokal-Halbfinale

Turbine macht nach 1:0-Sieg beim SC Sand nun drei Wochen Pause

Michael Meyer
Tor mit Köpfchen. Genoveva Anonma (links), hier im Duell mit Sands Madeleine Kurek, sorg- te am Sonntag für den Einzug Turbine Potsdams ins DFB-Pokal-Halbfinale.
Tor mit Köpfchen. Genoveva Anonma (links), hier im Duell mit Sands Madeleine Kurek, sorg- te am Sonntag für den Einzug Turbine...Foto: Jan Kuppert

Turbine Potsdam steht im Halbfinale des DFB-Pokals. Der Deutsche Frauenfußball-Meister setzte sich am Sonntagmittag beim SC Sand knapp mit 1:0 (1:0) durch und wird nun am 2. März kommenden Jahres um den Einzug ins Endspiel am 19. Mai in Köln spielen. Für den einzigen Treffer des Spiels in Baden sorgte vor 580 Zuschauern Genoveva Anonma (35.). Turbines Halbfinal-Gegner werden Pokalverteidiger FC Bayern München (4:1 bei 1899 Hoffenheim), der SC Freiburg (6:2 gegen den Herforder SV) oder der Sieger der am Samstag ausgefallenen Partie VfL Wolfsburg – FF USV Jena sein.

„Wir haben nicht gut gespielt und es war schwerer, als wir es uns vorgestellt hatten. Aber Schwamm drüber, wir stehen endlich mal wieder im Halbfinale“, erklärte Cheftrainer Bernd Schröder, ehe sich Turbine auf die achtstündige Bus-Heimreise von Willstätt-Sand nahe der französischen Grenze an die Havel machte. Zugleich räumte Schröder ein: „Wir hatten vorher eigentlich falsch trainiert – nämlich auf Schnee, während wir hier auf einem Rasenplatz spielten, der sensationell war.“ Seine favorisierte Mannschaft habe unter diesen Bedingungen alles andere als eine Glanzvorstellung abgeliefert. „Unsere Aktionen aus dem Mittelfeld waren nicht gut, und vorn haben wir zu umständlich gespielt“, monierte der Coach. „Sand hat hinten die Räume zugestellt und einige kreuzgefährliche Aktionen gezeigt. Man hatte zwar immer das Gefühl, dass die kein Tor machen, aber wir hätten auch Pech haben können.“

Man habe im letzten Spiel des Kalenderjahres durchaus gemerkt, dass die lange und durch viele Verletzungsausfälle kräftezehrende Saison-Hinrunde deutliche Spuren hinterlassen habe. „Keine unserer Spielerinnen hat heute ihr wahres Leistungsvermögen abrufen können“, so Schröder. Unterstrichen wurden seine Worte von Potsdams vergebenem Strafstoß – nachdem Turbines Mittelfeldregisseurin Patricia Hanebeck in Sands Strafraum gefoult worden war, jagte Yuki Ogimi das Leder über die Querlatte (40.). Zum Glück war Anonma davor nach einer Lisa-Evans-Flanke von rechts mit dem Kopf zu ihrem vierten Pokaltreffer in dieser Saison zur Stelle gewesen.

Nach der Rückkehr am späten Sonntagabend in Potsdam beginnt am heutigen Montag eine dreiwöchige Trainingspause, in der die Spielerinnen heimreisen. „Die Mannschaft braucht diese Zeit zum Regenerieren“, erklärte Schröder, der mit seinem Team am 7. Januar in ein dreitägiges Trainingslager nach Lindow fahren wird. Dann sollen die drei norwegischen Neuverpflichtungen Andrina und Ada Hegerberg sowie Maren Mjelde (PNN berichteten) dabei sein, ebenso wie Pauline Bremer aus dem eigenen U17-Nachwuchs. „Einige andere Spielerinnen werden dafür in unsere zweite Mannschaft wechseln. Wir optimieren das Trainingsteam“, so Schröder, der jetzt erst einmal Weihnachten genießen kann – Turbine ist im Pokal weiter dabei.

Turbine Potsdam: Naeher; Doorsoun, Jaques, Singer; Göransson, Draws, Hanebeck, Cramer; Evans, Ogimi, Anonma.