• OSC Potsdam: Einzug ins Viertelfinale ist das Ziel

OSC Potsdam : Einzug ins Viertelfinale ist das Ziel

Die Wasserballer des OSC Potsdam starten in die neue Bundesligasaison. Coach Alexander Tchigir möchte sein Team unter die Top 8 in Deutschland führen und geht dieses Vorhaben mit einer Reihe von Neuzugängen an. Auch am Beckenrand gab es eine Veränderungen - ein alter Bekannter gehört nun zum Trainerstab.

Neu in Potsdam. Der 17-jährige Dennis Strelezkij gilt als großes Talent.Alle Bilder anzeigen
Foto: Verein/Seifert
20.10.2015 22:45Neu in Potsdam. Der 17-jährige Dennis Strelezkij gilt als großes Talent.

Den gewünschten Fahrplan für die Wasserballsaison 2015/16 hat sich Alexander Tchigir bereits zurecht gelegt: Mannschaftlich schnell zu einer Einheit werden, die Bundesliga-Hauptrunde auf einem Spitzenplatz abschließen, in den Aufstiegsspielen den Sprung von der B- in die A-Gruppe perfekt machen und damit ins Viertelfinale der Meisterschaft einziehen. „Wenn das so klappt, haben wir unser Ziel erreicht“, sagt der Trainer des OSC Potsdam, dessen Mannschaft am Samstag mit dem Auswärtsspiel gegen Aufsteiger Fulda in die neue Bundesligasaison startet. Die erste Partie im heimischen Brauhausberg-Bad steigt eine Woche später gegen die SG Neukölln – Lokalrivale und Mitfavorit in der B-Staffel.

Diese Hauptrunden-Gruppe bildet gewissermaßen die „zweite Klasse“ in der ersten Liga, denn sie ist das Sammelbecken unterhalb der acht besten deutschen Teams des Vorjahres. Mit dem „Gütesiegel A“ konnten sich die Potsdamer zuletzt in der Saison 2012/13 schmücken. Danach gab es zwei Anläufe auf eine Rückkehr ins Oberhaus, die jedoch in den Qualifikationsspielen verebbten.

In der Vorbereitung wurde viel Wert auf Spielpraxis gelegt

Nun folgt der dritte Versuch, für den der OSC einen veränderten Kader zur Verfügung hat. Die fünf Abgänge – darunter die beiden nach Spandau gewechselten Leistungsträger Spencer Hamby und Lukas Küppers – sollen durch vier externe und drei vereinseigene Neuzugänge kompensiert oder gar qualitativ übertroffen werden. „Das muss aber alles erst einmal zusammenwachsen“, meint Tchigir. Um diesen Prozess zu beschleunigen, wurde in der Vorbereitung ein großer Wert auf das Sammeln von Spielpraxis gelegt. Bei vier hochkarätig besetzten Turnieren trat der Pokal-Halbfinalist der Vorsaison an – und zeigte bereits ansprechende Leistungen. Tchigir lobt nach der wochenlangen Testphase vor allem die Einstellung der neu formierten Truppe: „Alle sind mit sehr viel Engagement dabei. Das ist eine gute Basis.“

In der rein auf taktische Aspekte ausgelegten Spielphilosophie bildet nach Ansicht des früheren Weltklasse-Torhüters stets die Defensivarbeit den Grundstein für erfolgreichen Wasserball. Möglichst wenig Gegentore zulassen – das ist seine oberste Maxime. Eine entscheidende Rolle dabei soll Michael Knelangen übernehmen. Er kam vom Ligakonkurrenten SC Neustadt an die Havel und hütet nun beim OSC das Tor. Auf dieser Position bestand der größte personelle Handlungsbedarf, denn Marc Langer, der als gelernter Feldspieler diese Funktion vergangenes Jahr bekleidet hatte, kann – wie auch Potsdams Bundesliga-Rekordtorschütze Tobias Lentz – aus beruflichen Gründen nicht mehr regelmäßig im Wasser mitwirken. Ist ein Einsatz von Langer, der zudem das Kapitänsamt an Matteo Dufour übergeben hat, doch möglich, dann wird er wieder in seinem angestammten Metier walten – also Linksaußen und nicht zwischen den Pfosten.

Jacob Drachenberg ist neuer Assistenztrainer

Neben dem neuen Goalie Michael Knelangen stießen auch Maximilian Ghalayini (zuvor Spandau), Reiko Zech (Neukölln) und der als Deutschlands größtes Wasserballtalent gehandelte Dennis Strelezkij (Düsseldorf) von außerhalb zum OSC hinzu. Aus der eigenen Jugend sollen Thilo Popp, Gabriel Satanovsky und Torwart Tobias Knüttel an die Aufgaben in der ersten Liga herangeführt werden.

Mit einem Durchschnittsalter von etwa 21 Jahren ist die erste Mannschaft des Vereins gewohnt jung, was vor allem mit der starken Nachwuchsarbeit zusammenhängt. Deutschlandweit zählt der Klub in dieser Hinsicht zu den Besten. „Daher ist auch klar, dass wir mit vielen Jugendspielern agieren wollen. In unseren Reihen sehe ich einige, die das Zeug haben, irgendwann in der A-Nationalmannschaft zu spielen“, sagt Alexander Tchigir, der Potsdams Wasserballer seit 2012 coacht – und nun einen Assistenten an seiner Seite hat. Es ist ein alter Bekannter: Jacob Drachenberg, mehrfacher deutscher Jugendmeister mit dem OSC und viele Jahre Kapitän des Bundesligateams, wird Tchigir auf der Fahrt durch die neue Saison punktuell unterstützen. 

Hier finden Sie den Spielplan des OSC Potsdam.

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