• Moderner Fünfkampf in Potsdam: Als „coole Socke“ in die Weltspitze

Moderner Fünfkampf in Potsdam : Als „coole Socke“ in die Weltspitze

Auch beim dritten Fünfkampf-Weltcup der Saison legt der Potsdamer Christian Zillekens eine starke Leistung hin. Die Chance, dass sich der 20-Jährige für Olympia qualifiziert, ist groß. Weniger rosig sind die Aussichten für die drei weiteren OSC-Weltcup-Starter.

Christian Zillekens ist ganz nah dran, sich seinen Traum von der Teilnahme an den diesjährigen Olympischen Spielen zu erfüllen. Auch beim dritten Weltcup der aktuellen Saison, der in Rom stattfand, hat der Moderne Fünfkämpfer des OSC Potsdam den Sprung ins Finale geschafft und dort eine Top-Platzierung erreicht. Nach Rang 24 in Kairo und sechs in der Olympia-Stadt Rio glänzte der 20-Jährige nun erneut, indem er sogar als Fünfter ins Ziel kam. Kein deutscher Pentathlet hatte in den vergangenen Jahren so gut im Weltcup-Geschehen abgeschnitten, wie es Zillekens jetzt gleich zweimal gelungen ist.

„Er hat untermauert, dass er in der Weltspitze mithält. Eine derart starke Entwicklung hatten wir eigentlich noch gar nicht erwartet, weil wir dachten, er braucht noch mehr Erfahrung. Aber Zille ist eine coole Socke, geht die Wettkämpfe ganz locker und unbekümmert an und schafft es, sein Leistungsvermögen abzurufen“, sagte Claudia Adermann, die Heimtrainerin des Jugend-Weltmeisters von 2013. In der olympischen Weltrangliste, anhand derer noch Rio-Tickets vergeben werden, ist Zillekens inzwischen ganz vorne mit dabei. „Die Chance, dass er es am Ende zu Olympia schafft, ist groß“, urteilte Adermann.

Janine Kohlmann ist im nationalen Vergleich nur noch Dritte

Nicht ganz so rosig sind die Aussichten für die drei weiteren Potsdamer im deutschen Weltcup-Team. Patrick Dogue wurde in Rom 27., Stefan Köllner und Janine Kohlmann schieden in der Qualifikation aus. Kohlmann, die 2015 wie Weltmeisterin Lena Schöneborn bereits einen Olympia-Quotenplatz für Deutschland erkämpft hatte, ist nunmehr im nationalen Vergleich hinter Annika Schleu an dritte Position zurückgefallen und muss sich folglich bei den weiteren Wettbewerben steigern, um für die Spiele nominiert zu werden. „Janine ist jetzt die Jägerin. Hoffentlich kommt sie mit dieser Rolle besser zurecht“, sagte Adermann. Der nächste Weltcup steigt kommende Woche in Ungarn und Anfang Mai folgt das Finale der Serie in den USA, für das jeweils nur die 36 punktbesten Männer und Frauen des Jahres teilnahmeberechtigt sind. Die „coole Socke“ Christian Zillekens hat ihren Startplatz dafür schon sicher.

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